Nachdem die Gegner des Ozeaniums vergangene Woche mit rund 5000 Unterschriften das Referendum einreichten, haben sich nun auch die Befürworter des Grossaquariums organisiert. Gegründet wurde das Komitee «Ja zum Zolli – Ja zum Ozeanium». Dieses sei breit abgestützt, wie das Komitee in einer Mitteilung betont. Im Co-Präsidium sitzen Vertreter von SP bis FDP, von Kultur über Architektur bis hin zur Gastronomie. Sie alle eint die Überzeugung, dass das Ozeanium eine grosse Chance für den Zolli und den Kanton sei, wird etwa der ehemalige SP-Grossrat Tobit Schäfer zitiert.

Insgesamt 40 Aquarien auf acht Etagen will der Zolli bei der Heuwaage mit dem Ozeanium realisieren. Mit dem 100-Millionen-Projekt möchte er den Besuchern nicht nur einen Einblick in die Welt der Ozeane bieten, sondern auch für Umweltfragen sensibilisieren. Nach der Regierung hat Ende Oktober auch der Grosse Rat dem nötigen Bebauungsplan grünes Licht erteilt.

«Endlich eine Nutzung»

Genau wie der Zolli werde das Ozeanium der Umweltbildung dienen und so einen Beitrag zum Artenschutz leisten, hält Ila Geigenfeind vom Museum.BL fest. Architekt Renato Mösch ist insbesondere auch von den städtebaulichen Vorteilen des Projekts überzeugt: «Mit dem Ozeanium erhält die Heuwaage nach Jahrzehnten als Brache endlich eine Nutzung, die ihrem Potenzial entspricht und Basel bereichert.»

Das Ozeanium soll von privaten Spendern finanziert werden und im Betrieb selbsttragend sein. Es kostet den Steuerzahler also nichts. «Als Liberaler begrüsse ich diese private Initiative des Zolli sehr und sehe keinen Grund, dieser Steine in den Weg zu legen», findet FDP-Grossrat Mark Eichner.