Antikenmuseum
Eine Erinnerung, die unter die Haut geht

An der Museumsnacht kann man auch durchaus was Verrücktes tun. Zum Beispiel im Antikenmuseum: Zwei Tattoo-Künstler haben Willigen ein neues Tattoo verfasst.

Michel Zumoberhaus
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Juri Junkov

Als erstes Museum ausserhalb Griechenlands zeigt das Antikenmuseum Basel eine Ausstellung über das bedeutendste antike Schiffswrack, das man bisher entdeckt hat. Passend zu dieser Ausstellung haben die Organisatoren zwei Tattoo-Künstler vom Studio Tattooharbor mit an Bord genommen. Sie stechen auf Wunsch einen Anker oder Poseidons Dreizack. Zum ersten Mal in ihrer Laufbahn tätowieren die beiden in einem Museum. Der kleine Raum ist fast zu klein für alle Interessierten. Denn der Andrang ist gross. Die beiden Männer, die sich als Vorführmodell zur Verfügung gestellt haben, sind nicht zum ersten Mal tätowiert worden. Ihre Körper zieren unzählige Tattoos. Auffallend viele Kinder schauen gebannt auf die Finger der Tätowierer. Ein kleiner Junge schlägt sich mit einem charmanten «Entschuldigung» quer durch die Menschenmenge und sieht den Tattoo-Künstlern über die Schulter.

Dann geht er zur Henna-Tattoo-Ecke. Diese Tattoos sind nur temporär. Die Farbe wird auf die Haut aufgetragen, die eine Stunde lang nicht abgewaschen werden darf, da die Farbe sonst verwischt wird.

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