Design

Eine irre grosse Plakataktion: Basler «Kreative contra Corona» mit über 150 Plakaten – Aktion wächst sich aus

Aus der Aktion «Kreative contra Corona» entstand eine regelrechte Bewegung: Gut 70 Basler Werber, Grafiker, Gestalter nahmen mit rund 150 Plakaten teil. Die Aktion wird immer grösser: Ab Mitte Mai sind die Werke auch auf Plakatstelen in Basel und der Region zu sehen.

Der Ruck erfasste die Basler Kreativwirtschaft langsam, aber intensiv. Mit «Kreative contra Corona» rief die bz zusammen mit Pro Innerstadt Basel und dem Basler Designer und Fotografen Jean Jacques Schaffner zu einer umfangreichen Plakataktion auf: Die Kreativen dieser Stadt, die als Gestaltungshochburg gilt, sollten sich mit Corona auseinandersetzten, dem Thema, das unser Zeitgeschehen zurzeit wie kein anderes prägt. So sagte Schaffner zu Beginn: «Design heisst auch mit Menschen zu kommunizieren und Lösungen aufzuzeigen.»

Tatsächlich wird die Basler Gestalterszene ihrem Ruf gerecht. Über 70 Personen meldeten sich bis Einsendeschluss am Sonntag. Darunter namhafte Profis, ganze Agenturen, grafische Künstler, viele aus der Region, einige aus der ganzen Schweiz und andere aus den USA. Was sie eint: Die Wurzeln in der Region Basel und – in der Regel – die Ausbildung am Rheinknie. Mehrfacheinsendungen waren keine Ausnahme und was klischiert klingt, war real: Die Kreativität sprudelte. Aus dem Aufruf resultierten rund 150 Plakate.

Die Plakate gelangen nun in die Öffentlichkeit

Schaffner trägt nun mit einem Profi-Team die Einsendungen zusammen und bereitet sie für die Präsentation vor. Nicht nur wird die bz in den kommenden Ausgaben einen kataloghaften Überblick über die Werke zeigen, sie werden auch ihrem eigentlichen Zweck zugeführt.

In Zusammenarbeit mit dem Werbevermarkter Clear Channel und der Druckerei Creaplot werden die Werke voraussichtlich ab Mitte Mai in Basel und Umgebung auf zig Plakatstelen zu sehen sein. Möglich macht dies unter anderem auch die Unterstützung der Basler Merian Iselin Klinik.

Ein «wahnsinniges» Resultat

Die Awarenesskampagne, die weit über die Botschaft des Händewaschens hinausreicht, ist durch das Engagement aller Beteiligten eine der grössten gemeinsamen Aktionen der Basler Kreativwirtschaft geworden. «Das Resultat ist wahnsinnig», sagt Schaffner. «Auch angesichts dessen, wie in so kurzer Zeit so viele Menschen begeistert werden konnten.»

Die Aktion zeige, wie tief die Auseinandersetzung mit dem Coronavirus und den Folgen des Lockdowns gehe – erst recht angesichts der wirtschaftlichen Folgen für die Branche, so Schaffner. Umso mehr Achtung und Respekt verdiene jeder einzelne Plakatkünstler, der sich intensiv und freiwillig mit der grafischen Aufarbeitung dieses Themas befasst habe: «Bravo!»

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