Beschaffung

Eine Million Liter pro Jahr: Basel fährt auf Diesel ab

Die Fahrzeuge der kantonalen Verwaltung verbrauchen jährlich 700'000 Liter Sprit.

Die Fahrzeuge der kantonalen Verwaltung verbrauchen jährlich 700'000 Liter Sprit.

Die Stadt braucht neue Treibstofflieferanten und hofft darauf, dass der Elektroantrieb die Benzin- und Dieselmenge reduziert.

Die Regierung will 20 neue Reinigungsfahrzeuge beschaffen. Alle sollen elektrisch betrieben werden und kosten knapp 20 Millionen Franken, wie sie vergangene Woche mitteilte. Bis die neuen Fahrzeuge im Einsatz stehen werden, dauert es allerdings noch. In dieser Zeit kommen noch die alten Lastwagen zum Zug. Und die brauchen vor allem Diesel, um den Abfall aus der Stadt zu schaffen.

Die Stadt ist derzeit auf der Suche nach einem Lieferanten für Benzin und Diesel. Dies für das Justiz- und Sicherheitsdepartements (JSD) und für die Betankung der Fahrzeuge der kantonalen Verwaltung. Den Ausschreibungsunterlagen ist zu entnehmen, dass pro Jahr rund eine Million Liter an Benzin und Diesel benötigt werden. Zum Vergleich: Damit könnte ein Fahrzeug mit einem Verbrauch von durchschnittlich acht Litern Diesel oder Benzin für hundert Kilometer über 300 Mal um die Erde fahren.

90 Prozent Diesel

Von der gesamten Menge entfallen rund 700'000 Liter pro Jahr auf die Fahrzeuge der kantonalen Verwaltung, also zum Beispiel auch auf die der Stadtreinigung. Der Dieselanteil liegt laut den Unterlagen bei rund 90 Prozent. Die Stadt hat genaue Vorstellungen, was der künftige Lieferant leisten muss. So müssen zwei Tankanlagen des Anbieters auf baselstädtischem Gebiet liegen und in der Lage sein, auch Lastwagen schnell zu betanken.

Für das JSD sucht man insgesamt 300'000 Liter Treibstoff. Davon rund 200 000 Liter Diesel und 100'000 Liter Bleifrei 95. Damit sollen die Tanks des JSD gefüllt werden. Der Treibstoff soll ab dem Juni 2019 von einem Anbieter kommen, vorher waren es wechselnde Lieferanten, wie es auf Anfrage beim JSD heisst.

Die künftigen Anbieter werden aber gewarnt, dass vielleicht bald weniger Treibstoff gebraucht wird. Denn: «Aufgrund zunehmender Elektrifizierung der Flotten» seien die Mengen in den nächsten Jahren abnehmend.

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