Basel
Eine Museumsnacht zwischen Grusel und Romantik

Am 13.Januar, an der Museumsnacht, dreht sich in Basel für eine Nacht alles um die Kunst. Zu sehen gibt es, einen Geisterwald und Skelette, aber auch Cartoons und tragische Geschichten der Liebe.

Dean Fuss
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An der Museumsnacht in Basel belebt sich der Innenhof des Kunstmuseums.Kenneth Nars

An der Museumsnacht in Basel belebt sich der Innenhof des Kunstmuseums.Kenneth Nars

Seit 2001 versüsst die Museumsnacht der Region Basel und Umgebung den kulturellen Start ins Jahr. Bereits zum zwölften Mal stehen am Freitag in einer Woche die Türen von 30 Museen und sieben Gastinstitutionen zu ungewohnt abendlicher und nächtlicher Zeit offen. Das vielfältige Programm wird auch dieses Jahr wieder Zehntausende ins kulturelle Nachtleben der Stadt führen. Bei der letztjährigen Ausgabe verzeichneten alle teilnehmenden Museen und Institutionen während der Museumsnacht zusammen über 105000 Eintritte, was in etwa 30000 Museumsnachts-Besuchern entspricht.

Passend zum Veranstaltungsdatum – Freitag, der 13. – bietet die Museumsnacht dem Publikum die Möglichkeit, sich eine gruselige Tour zusammenzustellen. «Das Datum ist dank seiner Bedeutung ideal im Programm verankert», sagt die Leiterin der Museumsdienste Basel, Eva Keller. Im Pharmazie-Historischen Museum können Abenteuerlustige einen Spaziergang durch den Geisterwald unternehmen. Im Museum Kleines Klingental werden nach Mitternacht Gespenstergeschichten im alten Dachstock präsentiert.

Sprechende Skelette

Im Naturhistorischen Museum sind sprechende Skelette und eine Knochenjägerin zu bestaunen. Und schliesslich wartet die Sammlung Friedhof Hörnli mit Überraschungen aus dem Jenseits auf. Für kindergerechten Gruselspass ist ebenfalls gesorgt: Die jüngeren Besucher können sich im Historischen Museum auf die Suche nach den Zehennägeln des Teufels machen.

Aber auch wer sich weniger für den gruseligen Teil erwärmen kann, soll auf seine Kosten kommen. «Einer romantischen Reise durch die Nacht steht nichts im Weg», beruhigt Rhea Kyvelos, Projektleitern der Museumsnacht, die weniger Abenteuerlustigen. Im Cartoonmuseum liefert ein Illustrationsautomat Zeichnungen zu Gedanken, Wünschen und Ideen des Publikums zum Thema Liebe. Und in der Skulpturhalle können sich Besucher die tragische Geschichte der Liebe bis in den Tod zu Gemüte führen.

Sobald sich die Tore der Museen um zwei Uhr nachts schliessen, sind diejenigen des Allegra-Clubs, der Kuppel, des Hauses für elektronische Künste und des Nordsterns für einen angemessenen Ausklang der Museumsnacht geöffnet.

Angebot ohne Landesgrenzen

Erstmals nimmt in der Ausgabe 2012 mit dem Espace Fernet Branca in Saint-Louis auch eine französische Institution am Anlass teil. Und in Basel ist ebenso für die fremdsprachigen Gäste gesorgt: Neben den sprachunabhängigen Angeboten werden auch diverse Führungen und einzelne Präsentationen in mehreren Sprachen durchgeführt.

Neu ist an der Museumsnacht das Museum.BL zu Gast. Es präsentiert sich auf dem Barfüsserplatz. Und das Sportmuseum Schweiz zeigt im neuen Begehlager auf dem Dreispitz skurrile und prominente Objekte.

Internet: www.museumsnacht.ch