Erziehungsdepartement

Eine starke Adresse für die Berufsbildung in Basel

Das Haus der Berufsbildung eröffnet an der Rosentalstrasse 17.

Das Haus der Berufsbildung eröffnet an der Rosentalstrasse 17.

Im Haus der Berufsbildung werden mehrere Fachstellen des Erziehungsdepartements zusammengezogen. Dadurch soll die Beratungsqualität verbessert werden.

Inhaltlich werde sich durch Rosental 17, wie das Haus der Berufsbildung an der Rosentalstrasse 17 genannt wird, wenig ändern, betont Ulrich Maier, Leiter Mittelschulen und Berufsbildung im Erziehungsdepartement Basel-Stadt. Durch die räumliche Nähe der verschiedenen Fachstellen sollen die organisatorischen Abläufe in der Beratung verbessert und interdisziplinäre Schnittpunkte stärker genutzt werden, wodurch Schülerinnen und Schüler, Lernende, Berufsbildnerinnen und Berufsbildner und Lehrpersonen als Klientinnen und Klienten von Rosental 17 profitieren. Denn nicht selten komme es vor, dass bei einem Fall mehrere Themenfelder angesprochen werden.

«Die Wege werden kürzer, die Qualität und Zugänglichkeit der Dienstleistung besser, die Beratung dadurch effizienter», ist Maier überzeugt. Das Pendeln zwischen den einzelnen Standorten der in der Stadt verteilten Fachstellen falle durch Rosental 17 grösstenteils weg. Das sorge auch dafür, dass die Klientinnen und Klienten, die an eine andere Stelle verwiesen oder weitergeleitet werden, dort auch ankommen. Das klappe nicht immer, gerade wenn die Themen schwierig und komplex und die Beratung möglicherweise nicht nur positive Gefühle auslösen könnte. Auch Dieter Baur, Leiter Volksschulen, glaubt, dass mit dem Zusammenzug der Fachstellen Synergien besser genutzt werden können. Auch die Unternehmen selber sollen vom neuen Berufsbildungszentrum profitieren. Zurzeit bestehen kantonsweit 6000 Lehrverhältnisse.

«Starkes Signal» für Berufsbildung

Im Haus der Berufsbildung sind unter anderem die Berufs-, Studien und Laufbahnberatung, die Fachstellen Erwachsenenbildung, Förderung und Integration, die Kriseninterventionsstelle und das Rektorat des Zentrums für Brückenangebote räumlich zusammengeführt. Das Anliegen, dass zwischen den einzelnen Themen mehr räumliche Nähe bestehen soll, kam auch von den Fachstellen selber.

Erziehungsdirektor Conradin Cramer (LDP) und seine Verwaltungsspitzen kamen diesem Wunsch nach und mieteten für das Haus der Berufsbildung gleich neben dem Messeturm auf vier Stockwerken 2500 Quadratmeter an. Die jährlichen Mietkosten reduzieren sich dadurch für die einzelnen Fachstellen um rund 100'000 Franken. Für Cramer ist Rosental 17 ein «starkes Signal», um den Stellenwert der Berufsbildung im Kanton Basel-Stadt weiter zu stärken. Der Erziehungsdirektor machte sich gestern, als das Haus der Berufsbildung den Medien vorgestellt wurde, selber ein Bild der verschiedenen Fachstellen und begrüsste die Mitarbeitenden persönlich.  

Tag der offenen Tür

In der Romandie und im Tessin haben solche Zentren der Berufsbildung schon länger Tradition. Als zweiter Kanton eröffnete vor 40 Jahren Basel-Stadt ein solches Berufsinformationszentrum. Im Gegensatz zu heute war dies eben bis anhin über die ganze Stadt verzettelt. Morgen Samstag zwischen 10 und 16 Uhr lädt das Haus der Berufsbildung zum Tag der offenen Tür. Mögliche Ansprechpartnerinnen- und Ansprechpartner sollen die Angebote kennenlernen können. Auch spielerisch und interaktiv gebe es einiges zu erleben, versprechen die Verantwortlichen.

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