Basel
Einigkeit im Zolli-Verwaltungsrat – Applaus für Baschi Dürr

Der Zolli feiert ein erfolgreiches Geschäftsjahr und beweist auch beim Wetter eine gute Nase. Kurz vor dem Unwetter wurde das Essen an der Generalversammlung nach drinnen verlegt.

Jasmin Grasser
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Regierungsrat Baschi Dürr.

Regierungsrat Baschi Dürr.

Juri Junkov/Fotograf

In dem Moment, in dem die geladenen Gäste auf der Terrasse des Zolli-Restaurants standen, ein kühles Bier genossen und sich angeregt unterhielten, fing das Unwetter an. Die Windböen hatten bereits vorher den kühlen Abend angekündet. So war die Entscheidung, das Essen nach der jährlichen Generalversammlung nach drinnen zu verlegen, richtig.

Vor dem Essen erzählte Regierungsrat Baschi Dürr detailgetreu von seinem sonntäglichen Familienausflug in den Zolli und sorgte dabei mehrmals für freundliches Gelächter und Applaus: So lobte er den Zolli als Identifikationsmerkmal für Basel, das ebenso wirke wie die Basler Fasnacht und der FC Basel, aber weit weniger Polizisten benötigen würde. «Wenn ich in Basel etwas genau kenne, dann den Zolli», sagte Dürr.

Die Vorstandspräsidentin des Verwaltungsrats, Elisabeth Simonius, erklärte bereits an der GV im Seminarraum im Rialto, dass die Kitteljacken ausgezogen werden dürfen. Ein willkommenes Angebot, dem auch die Aktionäre im Zolli-Restaurant später gerne nachkamen.

An der GV wurde der Berner Professor Michael H. Stoffel in den Vorstand des Verwaltungsrats gewählt. Er ist Abteilungsleiter für Veterinär-Anatomie an der Vetsuisse-Fakultät der Uni Bern. Der Zolli und die Fakultät arbeiten zusammen. Aus dem Vorstand ausgeschieden ist Eric Sarasin. Da im Vorjahr zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt wurden, ist das Gremium trotzdem komplett.

Der Zoodirektor Oliver Pagan blickte bei seinen Reden vor dem Verwaltungsrat und den Aktionären auf ein ereignisreiches Jahr zurück: Er erinnerte an die Geburten bei den Panzernashörnern, Zebras und den Minipigs, das 35-Jahre-Jubiläum des Kinderzoos, die Auftritte an der Messe Natur und der Museumsnacht und die Einweihung der Geigy-Anlage. «Wildtiere in Zoos haben immer einen Beruf», sagt der Direktor. Sie wirken als Botschafter für ihre Art und ihre oft bedrohte Heimat.

Pagan blickte auch in die Zukunft. «Wir haben den Ehrgeiz, bis Ende 2013 die Vorplanung des neuen Elefantenhauses und der Aussenanlage abgeschlossen zu haben.» Diese soll sich horizontal in das Zolligelände einfügen. Zudem wird das Restaurant umgebaut. Dennoch soll der Betrieb ganzjährig möglich sein – auch für die nächste Generalversammlung.

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