St. Jakobshalle

Einigung im Streit um abgesagtes Konzert – eine halbe Million Entschädigung

RAF Camora musste aus Sicherheitsgründen auf seinen Auftritt in Basel verzichten. Jetzt ist es zu einer Einigung um die Schadenersatzforderung gekommen.

RAF Camora musste aus Sicherheitsgründen auf seinen Auftritt in Basel verzichten. Jetzt ist es zu einer Einigung um die Schadenersatzforderung gekommen.

Ende November wurde das ausverkaufte Konzert der Rapper RAF Camora und Bonez MC wegen fehlender Brandschutzbewilligung abgesagt. Die Folge davon war ein grosser Imageschaden für die St.-Jakobs-Halle und verärgerte Fans.

Nach der Konzertabsage im November ist es jetzt laut Informationen der Basler Zeitung zu einer Einigung über die Höhe der Entschädigung gekommen. Die Schadenersatzforderung des Veranstalters sei eingetroffen und die Halle habe die Kosten kooperativ gedeckt, wie Santosh Aerthott von der Mainland Music AG der BaZ gegenüber bestätigt.

Die Ticketpreise für das Konzert lagen bei rund 80 Franken. Bei etwa 9'000 Zuschauern hätten die Einnahmen aus dem Ticketverkauf rund 700'000 Franken betragen. Die beiden Parteien haben sich wahrscheinlich irgendwo zwischen einer halben Million und 700'000 Franken geeinigt, wie die BaZ am Donnerstag schreibt. 

Mainland Music, der Veranstalter, konnte die Einnahmen kurzfristig teilweise ausgleichen, da ein Ersatzkonzert im Zürcher Hallenstadion durchgeführt werden konnte - es kamen rund 12'000 Zuschauer. Dank der relativ einfachen und grosszügigen Einigung, kann sich der Zürcher Veranstalter vorstellen, auch zukünftig wieder mit der St.-Jakobs-Halle zusammenzuarbeiten. Zuvor muss aber von Seiten der Konzerthalle die definitive Kapazität bestätigt werden.

Ausstehend sei noch das Brandschutz-Set-up für Veranstaltungen mit 12'400 Zuschauern, welches noch nicht bewilligt worden sei, erklärt Christian Gremelmayr von Mainland Music gegenüber der BaZ. Die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung, die die Brandschutzbewilligung erteilt, habe das entsprechende Set-up noch nicht abschliessend bearbeitet, da bis zur Sommerpause noch keine Konzerte der angesprochenen Grössenordnung geplant seien.

Für den Raum Basel ist es derweil eminent wichtig, dass die St.-Jakobs-Halle so bald als möglich wieder attraktiv wird für Künstler, die grössere Massen anziehen. Es bleibt also zu hoffen, dass die entsprechenden Bewilligungen bald gesprochen und grössere Konzerte bald wieder durchgeführt werden können.

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