Rheinufer
Einsprachen gegen die Dreirosen-Buvette waren nicht legitim

Seit gestern ist nun die Dreirosen-Buvette offen. Strikte Buvetten-Gegner verzögerten den Betrieb um drei Wochen. Doch zwei der vier Einsprachen waren gar nicht legitimiert, wie die Allmendverwaltung bekannt gab.

Moritz Kaufmann
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Blauer Himmel und der türkisfarbene Rhein sorgten für gemütliche Stimmung bei der Dreirosen-Buvette.Kenneth Nars

Blauer Himmel und der türkisfarbene Rhein sorgten für gemütliche Stimmung bei der Dreirosen-Buvette.Kenneth Nars

Einen Kaffee bei strahlendem Sonnenschein trinken, dazu ein Buch lesen, während der türkisfarbene Rhein sanft vorbeizieht. Der gestrige Nachmittag zeigte, warum die Rheinbuvetten in Basel so beliebt sind.

Für die Dreirosen-Buvette am unteren Rheinweg, die gestern endlich öffnen konnte, war es ein perfekter Start. Oder zumindest fast: «Während der Mittagszeit war nicht so viel los. Es war noch zu kühl», sagt Dana Poeschel, welche die Buvette betreibt. Doch das Positive überwiegt. Endlich konnte auch die Dreirosen-Buvette den Betrieb aufnehmen. Das wäre schon für den 23. April geplant gewesen.

Einsprecher wohnten zu weit weg

Im Weg standen Anwohner – oder zumindest sogenannte Anwohner. Vier Einsprachen gegen das kleine Gastrohäuschen am Rheinufer verzögerten das Projekt. Während die Kasernen-Buvette schon Bier und Wein ausschenken konnte, musste Poeschel auf den Entscheid aus der Basler Allmendverwaltung warten.

Diese hat schliesslich entschieden: Zwei Einsprachen waren gar nicht legitimiert. Stephanie Balzer von der Allmendverwaltung begründet: «Die Einsprecher wohnen zu weit weg und sind deshalb nicht mehr betroffen als andere Anwohner.» Diese Einsprecher waren grundsätzlich gegen Buvetten am Rhein.

Auf eine weitere Einsprache wurde zwar eingetreten, doch: «Bei der legitimierten Einsprache wurden die Fragen befriedigend beantwortet. Dadurch konnten die Unstimmigkeiten beseitigt werden», erläutert Balzer. Und schliesslich wurde die vierte Einsprache zurückgezogen.

Täglich von elf bis elf offen

Wie viel Geld der Dreirosen-Buvette durch die Einsprachen entgangen ist, kann Poeschel nicht sagen: «Das ist schwierig zu schätzen, weil es sehr wetterabhängig ist.» Für sie ist wichtig, dass es endlich losgeht. Bei schönem Wetter ist die Buvette täglich von elf bis elf geöffnet. Für Poeschel ist klar: «Jetzt brauchen wir einen guten Sommer, um die Verzögerung aufzuholen.»

Gestern sah es jedenfalls schon mal gut aus. Zahlreiche Basler nutzen die Gelegenheit, nach einem kalten Wochenende ein bisschen Sonne zu tanken und die neu eröffnete Buvette einzuweihen. Wenn auch mit etwas Verspätung, ist der Sommer doch noch im Klybeck-Quartier angekommen.