Integrationsturnier

Embolo hat ein Herz für junge Flüchtlinge

Jugendliche aus der Region spielen am Sonntag mit unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (UMA) auf dem Areal des Erlenhofs in Reinach Fussball. Die Embolo Foundation lanciert gemeinsam mit dem Zentrum Erlenhof das erste Integrationsturnier unter dem Patronat des FCB-Stürmers Breel Embolo.

Embolo sagt dazu: «Das Unterstützen von minderjährigen Flüchtlingen ist mir ein grosses Anliegen, und es ist mir persönlich wichtig, ein solches Projekt mit der Stiftung abzudecken.» Natürlich verfolge er die Flüchtlingsthematik in den Medien. Embolo kam mit sechs Jahren aus Kamerun in die Schweiz.

«Die Flüchtlinge freuen sich total», erzählt Erlenhof-Zentrumsleiter Pascal Brenner. Viele wüssten zwar nicht, wer Breel Embolo sei, ausser dass er ein Fussballstar sei. «Dass dieser nun ein Turnier organisiert, bei dem sie im Mittelpunkt stehen: Darauf freuen sie sich sehr.»

Fokus auf Gemeinsamkeit

Am Montag besuchte der FCB-Stürmer die Jugendlichen aus dem Erstaufnahmezentrum (EAZ) in Arlesheim und übergab ihnen Schienbeinschoner. Die auf Facebook gestellten Fotos hätten zu einem Hype geführt, erzählt Brenner. Er sieht eine positive Diskussionsverschiebung: «Weg von ‹Da kommen Ausländer hierher› hin zu ‹Komm, wir machen etwas gemeinsam›.»

Pokal selbst geschweisst

Brenner erzählt, dass das Turnier innert sechs Wochen organisiert wurde. Zu gewinnen gibts einen eigens dafür kreierten Wanderpokal. Diesen fertigte der Schlosserei-Ausbildungsbetrieb des Erlenhofs. Der von mehreren Jugendlichen geschweisste Pokal ist acht Kilogramm schwer und aus purem Metall. Der Fussball wird von zwei massiven Eisenträgern gehalten, darüber sind Kuhhörner. «Die Hörner sind eine Anspielung auf die Schottischen Hochlandrinder, welche wir auf dem Erlenhof halten.»

Non-verbale Kommunikation

Am Integrationsturnier werden keine Dolmetscher anwesend sein. «Das macht Fussball aus: Dass man sich nonverbal verständigen kann und muss», findet Marc Paolucci, Geschäftsführer der Embolo Foundation. Das Turnier solle die Fähigkeit fördern, sich gemeinsam auf ein Ziel zu fokussieren – denn gewinnen könnten sie nur als Team. Embolo wird am Turnier, das um 13.30 Uhr beginnt, anwesend sein. Paolucci: «Er wird die Spiele beobachten und den Jugendlichen Tipps geben.» Anlässlich der Pokalübergabe um 16 Uhr gibt Embolo Interviews.

Spielen werden acht Mannschaften, die das Zentrum Erlenhof durch Anfragen bei regionalen Jugendhäusern organisiert hat. Die Flüchtlinge werden auf diese verteilt. Ein Team ist jenes aus dem Erlenhof. Brenner gibt sich kämpferisch: «Wir wollen den Pokal.» Die Jugendlichen hätten durchaus eine Chance, ist er überzeugt.

Embolo hofft, «dass alle Freude und eine gute Zeit haben werden.» Vielleicht entstünden daraus Freundschaften, was für die Integration toll wäre.

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