Coronavirus
Engelberger und Steffen beunruhigt: «Wir befinden uns in einer labilen Lage»

Am Freitag sind Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger und Kantonsarzt Thomas Steffen vor die Medien getreten. Thema war die aktuelle Lage im Kanton Basel-Stadt.

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Lukas Engelberger und Thomas Steffen traten am Freitag vor die Medien. (Archivbild)

Lukas Engelberger und Thomas Steffen traten am Freitag vor die Medien. (Archivbild)

Nicole Nars-Zimmer (niz) / BLZ

Einerseits steigen im Kanton Basel-Stadt die Neuinfektionen an, andererseits bemerke man in der Bevölkerung Ermüdungserscheinungen, so Engelberger. Die Lage sei deshalb labil. «Wir alle möchten unsere Normalität zurück. Diese wird es jedoch leider noch längere Zeit nicht geben.»

Das Warten auf Impfstoffe könne man nur mit den bekannten Hygiene- und Verhaltensregeln überbrücken. Es gelte, sich selbst und andere zu schützen. Die per Montag ausgeweitete Maskenpflicht unterstütze diesen Prozess.

Um den Verlauf und die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in der Region zu verstehen und verlässliche wissenschaftliche Grundlagen zu haben, beteiligt sich das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt gemeinsam mit der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft an einer Langzeitstudie, welche das Schweizerische Tropen- und Public Health Institute derzeit durchführt, so der Kanton am Freitag.

Informationen zu Ansteckungsquellen

«Aus unserem Contact Tracing sehen wir, dass die Ansteckungsorte nach wie vor breit gestreut sind, überall auftreten können und alle Generationen betreffen», so Steffen. Ansteckungen kommen am häufigsten im familiären Umfeld, in der Freizeit und bei Reisen in Risikoländer vor. «Natürlich sind Tests eine wichtige Massnahme im Kampf gegen ein Wiederaufflammen der Pandemie», so Steffen weiter. Tests bei Personen ohne Symptome werden jedoch nicht empfohlen, da sich die Situation nach dem test laufend verändern könne.

Stichprobenkontrollen in Betrieben

Die Schutzkonzepte in verschiedensten Einrichtungen wie Läden, Kosmetik- und Coiffeursalons etc. sind ein wichtiger Teil der Bekämpfung des Coronavirus. Im Kanton Basel-Stadt wurden deshalb 1'722 Stichprobenkontrollen durchgeführt. 175 auf Baustellen und 1'547 in diversen Betrieben, so der Kanton. Festgestellte Mängel waren meist kleinerer Art und konnten meist behoben werden. 14 Betriebe mussten vorübergehend schliessen, sind nach einer Nachbesserung des Schutzkonzeptes aber inzwischen wieder geöffnet, wie der Kanton mitteilte.