Seine Weinkellerei an der Solothurnerstrasse ist die einzige auf Stadtboden. Sie liegt versteckt: Auf den ersten Blick würde man da eher ein Architekturbüro vermuten. Doch hier vinifiziert Valentin Schiess schon seit vier Jahren verschiedene Weinsorten und pflegt mehrere Weinmarken. An der Genusswoche öffnet der Winzer an vier Tagen die Türen seiner Kelterei.

Am Donnerstagabend fand die erste Degustation statt, an der das Publikum seine preisgekrönten Nektare entdecken durfte. Schon von Anfang an gab er den Ton an: «Wein ist etwas Geselliges.» Er wolle deshalb nicht zu viel reden, sondern sich in lockerer Stimmung über Wein unterhalten.

Schiess hat schon seit der Kindheit einen Bezug zum Land. Er wuchs auf einem Gutshof zwischen Muttenz und Münchenstein auf. Nach abgebrochenem Ethnologiestudium widmete er sich dem Wein. Er lernte in der Bourgogne alles, was man über Wein lernen kann und reiste danach um die ganze Welt. Mit der Kelterei in Basel und seiner Rückkehr in die Heimat schliesst sich ein Kreis. «Ich bringe die Trauben in die Stadt», sagt er von sich selbst. Die Trauben erntet er auf einem Rebgut im Graubünden, das er erworben hat.

Schiess arbeitet auch mit Winzern aus dem Wallis. Dabei pflegt er stets Originalität: Mit seinem Weisswein «Apriori» etwa, bei dem zwei Walliser Rebsorten assembliert werden. «Humagne Blanche und Petite Arvine zu mischen grenzt im Wallis an ein Frevel», sagt er schmunzelnd. Auch bei den in Basel vinifizierten Sorten pflegt er stets ungewöhnliche Kreationen, wie eine Mischung aus Blauburgunder und Gamaret. Seine Weine werden indes längst mit Preisen übersät.

Wer sich selber ein Bild von den preisgekrönten Weinen machen möchte, kann Valentin Schiess im Rahmen der Genusswoche im Gundeli besuchen (Dienstag, 17., Mittwoch, 18. und Donnerstag, 19. September jeweils von 18 bis 19.30 Uhr). Weitere Informationen unter: www.genusswochebasel.ch