Dimitri Egger, wenn unsere Leser beim Frühstück gemütlich diese Zeilen lesen, sind Sie seit Stunden auf dem Velo. Und haben noch 9 Kilometer Schwimmen und einen Marathon vor sich. Weshalb tun Sie das?

Dimitri Egger: Weil mir die Idee gefällt, die Schweiz zu entdecken mit der eigenen Körperkraft. Und weil es mir hilft, Geld zu Sammeln für die Krebshilfe, indem Menschen mich unterstützen mit einem Beitrag pro Kilometer.

Das kann teuer werden, schliesslich ist die Etappe in Basel bereits ihr 13. Langstreckentriathlon...

Wer einen Rappen pro Kilometer spendet, kommt auf 52 Franken. Aber ich halte auch gerne an für Spenden, die mir die Menschen entlang der Strecke geben.

Ihr Vater ist vor zwei Jahren an Krebs gestorben. Denken Sie viel an ihn, wenn Sie unterwegs sind?

Man hat tatsächlich viel Zeit während eines Triathlons, etwa 17 Stunden dauert die Strecke. Und da gibt es immer wieder schwierige Abschnitte, in denen ich am liebsten aufgeben möchte. Da hilft es mir schon, an krebskranke Menschen zu denken, die tagtäglich gegen ihre Krankheit ankämpfen. Und ich bin gesund und kann durch schöne Landschaften rennen, denke ich mir dann. Und das motiviert mich.

Werden Sie begleitet auf ihrer Route?

Beim Schwimmen schaue ich immer, dass mich jemand auf dem Stand up Paddle begleitet, falls mir etwas passieren würde und damit ich sichtbar bin. Auf den anderen Etappen bin ich auch nur selten alleine, entweder begleiten mich Freunde und Bekannte, oder Leute, die vom Projekt gehört haben. Alle sind willkommen!

Kann man sich spontan noch aufs Velo schwingen und mit ihnen mitfahren?

Ja, wobei ich natürlich nie genau sagen kann, wann ich wo bin. Sicher ist, dass ich zuerst die Velostrecke absolviere; vermutlich werde ich gegen neun Uhr durch Liestal fahren. Am frühen Nachmittag folgt der Marathon durch Basel, ehe ich zum Abschluss von Augst zum Hörnli schwimme.

Immerhin hilft Ihnen die Strömung im Rhein...

Das schon, aber dafür schwimme ich auch 9 statt 3,8 Kilometer, wie sonst üblich.


   

Weitere Informationen finden Sie auf www.causetoujours.ch

(mgt)