Halbjahresbilanz
Erfolg im Kampf gegen die Einbrecher-Plage: ein Viertel weniger Einbrüche

Die Basler Staatsanwaltschaft vermeldet positive Zahlen: 2013 wurden bisher weniger Wohnungen ausgeräumt als im Vorjahr. Zwischen Januar und Juli haben die Einbruchdiebstähle in Basel um ein Viertel abgenommen.

Muriel Mercier
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Im ersten Halbjahr 2013 wurden in der Stadt Basel rund ein Viertel weniger Einbrüche verzeichnet. (Symbolbild)

Im ersten Halbjahr 2013 wurden in der Stadt Basel rund ein Viertel weniger Einbrüche verzeichnet. (Symbolbild)

Keystone

Vor wenigen Monaten hiess es noch, Einbrüche in Basel hätten Hochkonjunktur. 2012 hatten diese im Vergleich zum Vorjahr massiv zugenommen. Mit insgesamt 2048 Einbruchsdiebstählen notierte die Basler Staatsanwaltschaft Ende letzten Jahres ein Plus von 64 Prozent im Vergleich zu 2011 - damals wurde 1248 Mal in Häuser oder Wohnungen eingestiegen und geplündert.

Nimmt man sich heute allerdings die Einbruchstatistik des ersten Halbjahres 2013 zur Hand, sieht es nicht mehr ganz so finster aus. René Gsell, Kriminalkommissär bei der Staatsanwaltschaft, führte am Freitag gegenüber dem «Regionaljournal Basel» aus, die Einbruchdiebstähle hätten zwischen Januar und Juli um ein gutes Viertel abgenommen.

Hält man sich an die publizierten Zahlen aus dem vergangenen Jahr, kommt man zum Schluss, dass in den letzten sieben Monaten rund 250 Mal weniger Türen eingebrochen oder Fenster eingeschlagen worden sind als im ersten Halbjahr 2012.

Vermehrt zivile Patrouillen

Gsell ist sich sicher, dass die Massnahmen, die die Basler Polizei aufgrund der dramatischen Einbruchsentwicklung im letzten Jahr gefasst hat, greifen. Polizeisprecher Martin Schütz erklärt: «Wir haben aufgrund der Einbruchszunahme unsere Präventionstätigkeit verstärkt. Aber ausschlaggebend ist sicherlich die intensivere Kontrolltätigkeit.» Er spricht unter anderem die vermehrten zivilen sowie uniformierten Patrouillen an.

Damit verbunden sind häufigere Personenkontrollen in Verdachtsmomenten. Was sicherlich auch Grund für weniger Einbrüche ist: «Die Anzahl Verhaftungen von mutmasslichen Einbrechern hat zugenommen. Das spricht sich unter den Tätern natürlich rum.» Man arbeite mit allen Polizeikräften zusammen - also mit der Kriminalpolizei, der Staatsanwaltschaft und der Grenzwacht.

Keine Trend-Angaben im Baselbiet

Soweit, dass die Einbruchswelle wieder abebbt, will Kriminalkommissär René Gsell nicht gehen. Erwartungsgemäss steige die Anzahl Einbrüche in den kommenden Tagen, weil die Leute von ihren Ferien nach Hause kommen und erst dann realisieren, dass jemand ihre Wohnung ausgeräumt hat.

Wie die Einbruchstatistik im ersten Halbjahr 2013 im Baselland aussieht, kann der Baselbieter Polizeisprecher Meinrad Stöcklin nicht sagen. «Im Gegensatz zum Kanton Basel-Stadt machen wir keine Trend-Angaben.» Saisonale Schwankungen gebe es immer. «Wir operieren fix mit den Jahreszahlen.»