Riehen

Erfolgreicher Re(h)kurs: Die Rehe auf dem Hörnli-Friedhof sind bis Mitte Juli sicher

Ein Reh auf dem Basler Friedhof Hörnli. Weil ihr Bestand zu gross geworden sein soll, ist der Abschuss einzelner Rehe geplant. Dieser wird jetzt aber aufgeschoben.

Ein Reh auf dem Basler Friedhof Hörnli. Weil ihr Bestand zu gross geworden sein soll, ist der Abschuss einzelner Rehe geplant. Dieser wird jetzt aber aufgeschoben.

Die Rehe auf dem Friedhof Hörnli in Riehen erhalten eine Gnadenfrist bis am 19. Juli, weil eine Naturschutzorganisation Rekurs gegen deren Abschuss eingelegt hat.

Die Fondation Franz Weber (FFW) will den Abschuss von Rehen auf dem Friedhof Hörnli in Riehen verhindern. Tiere zu töten, nur weil sie Blumen und Grabschmuck fressen, sei inakzeptabel. Wie die Naturschutzorganisation am Dienstag mitteilt, verschafft ihr Rekurs den Tieren nun eine Gnadenfrist. Die Polizei und das Basler Justiz- und Polizeidepartement müssten den Abschussentscheid nun rechtfertigen, die Frist läuft bis am 19. Juli.

«Unser Rekurs hat dazu beigetragen, den geplanten Abschuss der Rehe in letzter Minute zu verhindern», wird Vera Weber, Präsidentin der FFW, in der Mitteilung zitiert. Die Organisation fordert nun einen runden Tisch, um eine Lösung zu suchen, die keinen Abschuss der Rehe beinhaltet. Sie habe einen entsprechenden Brief ans Justizdepartement geschickt.

Weil sich die Rehe auf dem Friedhof Hörnli in den letzten Jahren auf 25 Tiere vermehrt haben, beantragte die zuständige Stadtgärtnerei, den Bestand zu verkleinern. Am 12. Mai erhielt sie vom Basler Justiz- und Sicherheitsdepartement die Abschussbewilligung, was Proteste und Petitionen von Tierschutzorganisationen hervorrief.

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