Für ein Hallenbad mit einem 25-Meter Schwimmbecken auf dem Areal Erlenmatt Ost habe das Erziehungsdepartement Basel-Stadt eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen, gab die Stiftung Habitat am Freitag bekannt. Das Vorhaben soll noch diesen Sommer der Regierung unterbreitet werden.

Weitere Machbarkeitsstudien für die Erlenmatt Ost betreffen ein Kleinkino mit für verschiedene Zwecke nutzbaren Sälen, ein Wohnhaus für Studierende mit 80 Plätzen oder ein Wohn- und Übergangsheim für Frauen und Frauen mit Kindern der Stiftung Wegwarte. Im Auftrag des Präsidialdepartements wird auch geprüft, ob sich auf dem Areal Proberäume für Theater und Tanz realisieren lassen.

Silogebäude soll bleiben

Als Standort der Proberäume im Vordergrund stehen das Silogebäude der Basler Lagerhausgesellschaft oder dessen unmittelbare Umgebung. Die Stiftung Habitat will das auf einem ihrer Baufelder stehende Silogebäude, das ursprünglich hätte abgebrochen werden sollen, erhalten und dereinst für Angebote zur Verfügung stehen, die dem Quartier dienen.

Die Stiftung Habitat hatte die drei Baufelder im Gebiet Erlenmatt Ost mit zusammen 22'000 Quadratmetern vor zwei Jahren erworben. Nun wurde für das Areal ein Generelles Baubegehren eingereicht, das die grossen Linien und Eckpunkte der Überbauung aufzeigt und auch der Klärung noch offener Planungsfragen dient.

Bebaut werden soll das Areal in drei Etappen ab 2014. Auf einem der drei Baufelder können die Bauarbeiten erst ab 2023 in Angriff genommen werden, weil es bis dann mit einem Baurecht belegt ist.

Raum für 900 Menschen

Entstehen sollen auf dem Areal insgesamt rund 300 Wohnungen, die namentlich von Baugenossenschaften oder Baugemeinschaften erstellt werden sollen. Die ersten der voraussichtlich rund 900 neuen Bewohner der Erlenmatt Ost sollen in der zweiten Hälfte 2015 einziehen.

Die Bauprojekte auf der Erlenmatt Ost will die Stiftung Habitat grösstenteils durch Private und institutionelle Bauträger errichten lassen. Sie müssen sich dabei nach einem städtebaulichen Konzept richten, das mit dem Berner Atelier 5 erarbeitet wird. Gerechnet wird mit Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe.

Umsetzen will die Stiftung Habitat auf dem Areal die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft. Ein Mobilitätskonzept sieht zudem vor, auf einen wesentlichen Teil der erlaubten Parkplätze zu verzichten und das Carsharing unter den Bewohnerinnen und Bewohnern aktiv zu fördern.