24,6 Millionen
Erneuerung der Tramgleise auf dem Bruderholz – Haltestellen müssen verschoben werden

Tramgeleise, Werkleitungen und Belagsflächen auf dem Bruderholz sollen für 24,6 Millionen Franken erneuert werden. Die Basler Regierung hat diese Summe als Darlehen an die BVB dem Grossen Rat beantragt. Haltestellen werden behindertengängig gemacht; eine entfällt indes.

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Die Haltestelle Bruderholz rückt rund 70 Meter bergabwärts.

Die Haltestelle Bruderholz rückt rund 70 Meter bergabwärts.

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Auslöser für die Arbeiten an den Linien 15 und 16 sind jetzt sanierungsreife Gleise und Anlagen in der Wolfsschlucht und der Bruderholzallee, wie die Regierung am Dienstag mitteilte. Geht man die an, greift das Behindertengleichstellungsgesetz, das unter anderem stufenlose Einstiege verlangt. Auf jener kurvenreichen Strecke ist das nicht einfach.

Nötig wird so eine Neuanordnung und teils Verschiebung der Haltestellen um einige Meter in gerade Abschnitte. Damit rückt die Haltestelle Bruderholz rund 70 Meter bergabwärts. Dabei müssen elf markierte Parkplätze der breiteren Haltestelle Platz machen – auch so habe es noch Plätze genug, hiess es weiter.

Die meisten Tramhaltestellen auf dem Bruderholz sind heute zu schmal; zudem steigt man teils sogar vom Strassenniveau hoch ins Tram. Das soll für alle besser werden dank höheren Trottoirkanten. So soll man fast ebenerdig in die neuen Flexity-Niederflurtrams gelangen. Einzig am Jakobsberg bleibt die Haltestelle in einer Kurve und die Trottoirs werden nicht erhöht.

Die wenig frequentierte Haltestelle Airolostrasse hingegen soll ersatzlos aufgehoben werden. Würde man diese gesetzeskonform in die Gerade schieben, käme sie sehr nahe an die nächst obere Haltestelle Bruderholz zu liegen, was vom Halterhythmus her nicht sinnvoll sei.

Für die gesamte Erneuerung der Tramachse Bruderholz sind 24,6 Millionen Franken veranschlagt. Davon entfallen laut Regierung 18,5 Millionen auf die ohnehin nötige Gleissanierung.

Die Kosten für die gleichzeitig angesetzte Sanierung der Werkleitungen unter dem Boden werden separat bei den Industriellen Werken Basel (IWB) verrechnet. Bei grünem Licht des Parlamentes ist der Baubeginn ab 2020 vorgesehen. Während des Baus können Trams die Strecke nicht befahren; ein Busersatz ist geplant.