Tramsperrung
Erneuerungen beim Gundeli-Viertelkreis dauern ein halbes Jahr länger

Beim Gundeli-Viertelkreis erneuern das Tiefbauamt und die IWB mehr Leitungen als ursprünglich geplant. Aus diesem Grund kommt es 2022 zu einer weiteren Tramsperrung in der Gundeldingerstrasse für vier bis fünf Monate. Ausserdem verlängert sich die Erneuerung der St. Alban-Anlage um einige Monate.

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Für die Erneuerungen im Gundeli ist eine weitere Tramsperrung nötig.

Für die Erneuerungen im Gundeli ist eine weitere Tramsperrung nötig.

Aimee Baumgartner

Seit Juni 2019 sanieren das Tiefbauamt, die BVB und die IWB die Tramgleise, die unterirdischen Leitungen und den Strassenbelag der östlichen Gundeldingerstrasse sowie der Reinacherstrasse zwischen Bordeaux-Strasse und Jakobsbergerholzweg. Beim Viertelkreis soll ausserdem ein mit Bäumen bepflanzter Kreisel entstehen. Dieser soll den Verkehrsfluss verbessern und den Autofahrenden ermöglichen, künftig in alle Richtungen abbiegen zu können. So schreibt es das Basler Bau- und Verkehrsdepartement in ihrer heutigen Mitteilung.

Zusätzliche Arbeiten zögern die Fertigstellung heraus

Von August bis Dezember 2019 konnten das Tiefbauamt und die IWB während einer ersten, viermonatigen Tramsperrung nicht alle Leitungen sanieren. Zudem musste die IWB zusätzlich einen Teil einer Transportwasserleitung erneuern, schreibt das Bau- und Verkehrsdepartement weiter. Während der Bauarbeiten kam der schlechte Zustand dieser Hauptader der Basler Wasserversorgung zum Vorschein. Die betroffenen Leitungen liegen weitgehende unter den Tramgleisen und der Ersatz sei aufwendig gewesen. Aus diesem Grund kamen die übrigen Leitungsarbeiten in Verzug.

Das Tiefbauamt muss ausserdem Teile der Kanalisation erneuern. Diese zusätzliche Arbeiten sowie laufend angemeldete Anschlüsse an die Fernwärmeleitung erfordern eine zusätzliche Tramsperrung. Nur so könne die sicherer Versorgung der Anwohnenden mit Strom, Wasser, Gas und Fernwärme gewährleisten, heisst es weiter.

Weitere Tramsperrung nötig

Deshalb wird wohl 2022 nochmals eine Tramsperrung von vier bis fünf Monaten notwendig sein. Der bereits kommunizierte Tramersatz mit Bussen von Mitte Januar bis Mitte Juli 2021 findet gemäss Bau- und Verkehrsdepartement wie geplant statt. Die Tramlinie 16 werde wie 2019 zwischen Heiliggeistkirche und Jakobsberg unterbrochen sein, heisst es weiter. Eine Verlängerung des Tramersatzes im 2021 sei allerdings wegen der vorgesehenen Erneuerung der Tramstrecke Bruderholz ab Mitte 2021 nicht möglich.

Die Erneuerung des Gundeli-Viertelkreis wird wegen den zusätzlichen Arbeiten nicht im Sommer 2022, sondern erst Ende 2022 abgeschlossen sein.

Verzögerung bei den Arbeiten der St. Alban-Anlage

Auch länger dauern die Erneuerungen der St. Alban-Anlage. Seit Mai 2020 werden die Gleise und die unterirdischen Leitungen beim St. Alban-Tor erneuert. Künftig können die Fahrgäste an der Haltestelle St. Alban-Tor stufenlos ins Tram ein- und aussteigen. Ausserdem wird die Sicherheit für Auto-, Fuss- und Veloverkehr bei der Kreuzung Zürcher-, Gellert- und Sevogelstrasse erhöht.

Die Baustellenversorgung sowie die baulichen Abhängigkeiten sind in diesem Fall äusserst komplex. Deshalb dauern die Arbeiten nicht bis Sommer 2021, sondern bis Anfang Herbst 2021. Diese Verzögerung habe auf den Trambetrieb keinen Einfluss, schreibt das Bau- und Verkehrsdepartement. Für Auto- und Velofahrende bleibe die Verbindung zwischen St. Alban-Anlage und Zürcherstrasse weiterhin in beide Richtungen offen.