Betrüger

Erneute Spoofing-Fälle: Falsche Polizisten treiben wieder ihr Unwesen

Falsche Polizisten sorgen in Basel einmal mehr für Unruhe.

Falsche Polizisten sorgen in Basel einmal mehr für Unruhe.

Über den Notruf der Kantonspolizei Basel-Stadt gingen in den vergangenen Tagen drei Dutzend Meldungen bezüglich falscher Polizisten ein. Anrufer geben sich als Kriminalpolizistin, Polizeibeamter oder Kommissar aus und fordern den Bürger auf, Geld und Wertsachen auszuhändigen.

Immer wieder sorgen falsche Polizisten in letzter Zeit für Aufsehen. Nun wurde am 5. Mai eine 90-jährige Rentnerin Opfer einer solchen Betrugsmasche, wie die Staatsanwaltschaft in einer Medienmitteilung mitteilt. Der «Beamte», der sie anrief, informierte sie darüber, dass ihr Geld aufgrund einer angeblichen Einbruchsserie weder auf der Bank noch zu Hause sicher sei. Die Frau bezog also eine ordentliche Summe Geld bei der Bank und machte sich damit auf den Weg nach Hause. Dabei wurde sie von einem Fremden angesprochen, der sich als Anrufer zu erkennen gab. Die Rentnerin übergab ihm das Geld und dieser verliess sie mit dem Versprechen, ihr das Geld später zurückzubringen.

Eine 96-jährige Frau wurde nur einen Tag später auch Opfer falscher Polizisten. Sie legte ihren Schmuck in den Briefkasten, damit die «Beamten» es aus Sicherheitsgründen in Verwahrung nehmen konnten. 

Das Betrugs-Vorgehen

Die Betrüger geben sich laut Staatsanwaltschaft als Polizist oder Kriminalbeamtin aus, die Hochdeutsch und mittlerweile sogar Schweizerdeutsch sprechen.

Über eine gefälscht Rufnummer kontaktieren sie ihre potentiellen Opfer. Für den Angerufenen erscheint auf dem Telefondisplay dadurch eine offizielle Amtsnummer. Die Täter erklären dann, dass das Geld auf der Bank nicht mehr sicher sei und man es zu sich nach Hause holen sollte. Anschliessend würden Polizeibeamte in zivi vorbei kommen und Bargeld, Schmuck und andere Wertsachen in Verwahrung nehmen.

Immer öfter werden die Bürger von den Betrügern auch aufgefordert, das Geld aus Sicherheitsgründen persönlich ein eine andere Stadt oder ins Ausland zu bringen. Dort soll man es dann einem angeblichen Polizisten übergeben oder an einem unauffälligen Ort hinterlegen.

Falsche Polizisten versetzen die Bürger auch in Angst und Schrecken, da angeblich bewaffnete Einbrecher unterwegs seien. Oder sie geben an, ein Angehöriger des potentiellen Opfers habe einen schweren Unfall verursacht und müsse eine Busse bezahlen, komme er dem nicht nach, würde er verhaftet.

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