Bündelitag
Erschwerter Aufbruch in das nächste Abenteuer

Heute beginnen für die Basler die langersehnten Sommerferien. Neben Entspannen und Abschalten heisst das aber auch: Staus, Warteschlangen am Flughafen und teils volle Züge.

Tobias Müller
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Nicole Nars-Zimmer niz

Es ist wieder so weit: Koffer und Rucksäcke packen, Sonnecreme nicht vergessen, Reiseführer aus dem Bücherregal holen – und dann ab in die Ferien. Bündelitag heisst dieser Samstag Anfang Juli, wenn begeisterte Kinder und gestresste Eltern ihre Bündeli zusammenpacken und sich in die Sommerferien aufmachen. Bündelitag ist aber auch Stress, viel Verkehr und unter Umständen lange Wartezeiten. Je nachdem, wie man den Weg in die lang ersehnten Ferien und somit in ein neues Abenteuer bestreitet.

Der Bündelitag ist, wie in den Jahren zuvor, ein Spitzenreisetag für den Euro-Airport Basel. 26 000 Passagiere erwarte man dort, über 200 Flüge werden Basel verlassen oder dort ankommen, sagt Vivienne Gaskell, Medienverantwortliche des Flughafens. «Das sind 6000 Passagiere mehr als sonst, es wird also Hochbetrieb herrschen.» Beim Euro-Airport wird am ganzen Wochenende daher mehr Personal vor Ort sein als sonst, damit alles reibungslos und ohne grosse Wartezeiten ablaufen kann. Zum Beispiel auf den Parkplätzen. Ausserdem werden mehr Sicherheitskräfte im Einsatz sein, auch wegen der jüngsten Terrorattacken in Istanbul, sagt Gaskell. Sie gibt daher den Tipp: «Reisende sollen genug früh, also zwei Stunden vor Abflug, vor Ort sein, um den Flug nicht zu verpassen.»

Weniger hektisch, aufgrund des Ferienstarts, wird das Wochenende für die SBB ablaufen. Doch dafür ergeben sich bei den Schweizerischen Bundesbahnen andere Probleme, die zu Komplikationen im Verkehr führen könnten. «Natürlich haben wir an diesem Wochenende etwas mehr Passagiere aufgrund des Ferienstarts. Die grössere Herausforderung wird aber das Züri-Fäscht sein, an dem rund 2 Millionen Besucher erwartet werden», sagt Daniele Pallecchi, SBB-Mediensprecher. Er empfiehlt bei Reisen ins Ausland Platzreservationen. Situativ könnten Züge auch verlängert werden, falls die Nachfrage doch viel höher als erwartet sein sollte, erklärt Pallecchi weiter.

Wer an diesem Wochenende mit dem Auto in die Ferien fahren will, der sollte vor allem auf der Nord-Süd-Achse vorsichtig sein und seine Abfahrt wohlüberlegt planen. Dort soll es am Samstagnachmittag zu Staus kommen, so die Prognose der schweizerischen Verkehrszentrale in Emmenbrücke. Das Gotthard-Nordportal solle bis Samstagabend gemieden werden.