Vergeben wird der Preis künftig jährlich von der Ehemaligenvereinigung AlumniBasel. Ausgezeichnet werden Ehemalige, die durch herausragende Leistungen in Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft oder Kultur in besonderer Weise zur positiven Wahrnehmung der Universität Basel in der Öffentlichkeit beigetragen haben, wie es in einer Mitteilung heisst.

Eva Herzog hat an der Universität Basel studiert und 1995 mit einer Arbeit über die Geschichte des Frauenturnens im Kanton Baselland promoviert. Ehe sie in die Basler Kantonsregierung gewählt wurde, arbeitete sie von 2001 bis 2004 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Vizerektorat Forschung der Universität.

Sieben Ehrenpromotionen

An ihrem Dies academicus verlieh die 1460 gegründete Uni auch sieben Persönlichkeiten die Ehrendoktorwürde. Als einzige Frau erhielt die 1934 in Ghana geborene Theologin und Ökumenikerin Mercy Amba Oduyoye den "Dr. h.c.". Oduyoye gilt laut der Uni als Begründerin, Mentorin und prominenteste Stimme einer afrikanischen feministischen Theologie.

Als einziger Schweizer wurde der aus Basel stammende Rechtsprofessor Thomas Geiser Ehrendoktor. Geiser, der an der Uni St. Gallen lehrt und als nebenamtlicher Bundesrichter tätig ist, habe das Arbeits- und Familienrecht der Schweiz massgeblich geprägt, heisst es in der Laudatio. Zudem setze er sich unermüdlich dafür ein, aktuelle Rechtsfragen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Ehrendoktorwürde erhielten auch der amerikanische Arzt und Forscher Philip Leder, der deutsche Verleger Karl Dietrich (KD) Wolff und der deutsche Entwicklungsbiologe Herbert Jäckle. Mit dem Dr. honoris causa ausgezeichnet wurden zudem der Ökonom Ernst R. Berndt und der Psychologe und Placeboforscher Irving Kirsch, die beide in den USA lehren.