Uhren

Erster Oris-Laden öffnet am Barfi

Alexander Seiler (l.) und Rolf Studer sind stolz auf den neuen Laden. Juri Junkov

Alexander Seiler (l.) und Rolf Studer sind stolz auf den neuen Laden. Juri Junkov

Die Hölsteiner Uhrenmarke Oris hat ihren ersten «Flagship-Store» am Barfüsserplatz eröffnet. Es ist der erste Einmarken-Uhrenladen der Stadt.

Viele bekannte Marken wie zum Beispiel Apple, Zegna, Hermes und Montblanc pflegen ihre eigenen, optisch auffallenden Läden zu führen, sogenannte Flagship-Stores. Jetzt hat auch Oris, die bekannteste Uhrenmarke der Region, ihren eigenen Laden bekommen, und zwar mitten in der Stadt, in dem kleinen Eckhaus am unteren Ende des Barfüsserplatzes. «Es ist eine doppelte Premiere», sagte Oris-Chef Rolf Studer gestern Dienstag an der offiziellen Eröffnung. «Es ist der erste Oris-Flagshipstore überhaupt, und es ist der erste Einmarken-Uhrenladen der Stadt», betonte er.

Heimatstadt der Hölsteiner

Warum Basel und nicht Zürich oder Genf? «Wir gehören in diese Stadt, unsere Heimatstadt», sagt Studer. Dies, obwohl der Hauptsitz in Hölstein im Waldenburgertal liegt. Aber ein Laden braucht natürlich eine gut frequentierte Lage – und das ist sie, fürwahr. In den wenigen Tagen seit der (inoffiziellen) Eröffnung habe er gemerkt, welchen unglaublichen Rückhalt die Marke Oris hier habe, sagte Alexander Seiler, der hier für Oris das Detailgeschäft organisiert. Die anderen Uhrenmarken hat er aus dem Sortiment genommen oder sie in sein Geschäft an der Gerbergasse gleich um die Ecke verlegt.

Das Haus, dessen Bausubstanz aus dem 13. Jahrhundert stammt, ist im Seiler-Familienbesitz. Das Weihnachtsgeschäft habe sehr gut begonnen, sagt er. Aber zum Schluss zähle jeder Verkaufstag. Im Dezember macht er zwei bis drei Monatsumsätze. Seiler führt 250 verschiedene Oris-Modelle. Als ehemaliger Omega-Angestellter kennt er beide Seiten, die des Verkaufes und der Produktion. «Die stehen sich oftmals etwas feindlich gegenüber.» Das sei bei ihm nicht so, und deshalb haben sich Seiler und Studer rasch gefunden. Für das Oris-Management ist der Laden mitten in der Stadt ebenfalls sehr interessant, weil man da genau den Puls der Kundschaft fühle.

Im Erdgeschoss des Ladens hat es keine der in Uhrengeschäften obligaten Bedienungstische und Stühle, sondern einen Tresen. «Das gibt eine lockere Atmosphäre, bei der man über Uhren fachsimpeln kann», sagt Seiler. Wünscht manes etwas ruhiger, begibt man sich in den mezzanin-ähnlichen ersten Stock, wo man auch an einem grossen Tisch Platz nehmen kann. Der Umbau hatte lediglich eine Woche gedauert, im ersten Stock stehen gewisse Ergänzungen bei der Möblierung an.

Die Uhrenbranche bricht ein

Und wie geht es Oris? «Nun, im Vergleich zur Branche stehen wir recht gut da», sagt Rolf Studer. Die Branche habe einen Umsatzeinbruch im zweistelligen Bereich erlitten. «Bei uns wird in den kommenden Tagen auskommen, ob es ein Minus oder ein Plus gibt.» Was hat Oris anders gemacht? – «Wir haben preislich nicht überzogen.» Andere Firmen hätten einfach zu viel verlangt. Sehr gut laufe die Schweiz, dies dank der Tatsache, dass Jelmoli, Gübelin und Bucherer Oris neu ins Sortiment aufgenommen haben.

Ausserdem hat Oris vom Geschäft in den USA (16 Umsatzprozente) und Europa (38%) profitiert. Zu Umsatz und Gewinn veröffentlicht die Firma allerdings keine Zahlen. Sie beschäftigt derzeit insgesamt 140 Mitarbeiter (inklusive Niederlassungen).

Verwandtes Thema:

Autor

Stefan Schuppli

Stefan Schuppli

Meistgesehen

Artboard 1