Basel
Erstes Kinderhospiz in der Schweiz

Schwerstkranke Kinder und deren Familien können ab 2014 in Basel in ein Kinderhospiz einziehen. Es handelt sich um die erste solche Institution in der Schweiz.

Muriel Mercier
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Gesundheit Aargau

Für todkranke Kinder und deren Familien soll in Basel oder Region ein Kinderhospiz gebaut werden, in das die ganze Familie einziehen, und den kleinen Patienten in den Tod begleiten kann. Das geplante Kinderhospiz wird das Erste in der Schweiz sein. Lanciert wird das Projekt von der Stiftung Kinderhospiz Schweiz, die im Jahr 2009 gegründet wurde.

Deren Geschäftsführerin Sabine Kraft erklärt, dass die Eltern und Geschwister schwerstkranker Kinder genauso betroffen seien wie der Patient selber. «Ein Hospiz ist eine hohe Hürde für die Familienangehörigen, weil sie sich definitiv mit dem Tod ihres Kindes auseinandersetzen müssen.» Deswegen sei ein Austausch mit anderen Eltern, der im Hospiz möglich ist, wichtig. «Oft sind die Familien sonst sozial isoliert und auch Partnerschaften zerbrechen in solchen Situationen.»

Konzept stammt aus England

Das Konzept des Kinderhospizes kommt ursprünglich aus England – vor 20 Jahren wurde dort das Erste eröffnet. In Deutschland existieren neun Unterkünfte dieser Art und sieben weitere befinden sich in Planung. «Basel wurde ausgesucht, weil sich die Stadt am Dreiländereck befindet. In Frankreich gibt es erst ein Modell-Projekt und in Süddeutschland bis nach Mannheim gar keines», führt Sabine Kraft aus. Ziel ist, dass das Hospiz im Jahr 2014 einzugsbereit steht. Bis dahin muss allerdings die Finanzierung noch abgeklärt werden.