Wohnungsmarkt

Erstmals nimmt der Verein Studentisches Wohnen Bauprojekte in Angriff

Die Wohnungen des Studentenhauses auf der Erlenmatt sind über einen Innenhof und Galerien zugänglich. Das ergibt einen spannenden, halböffentlichen Raum.

Die Wohnungen des Studentenhauses auf der Erlenmatt sind über einen Innenhof und Galerien zugänglich. Das ergibt einen spannenden, halböffentlichen Raum.

Zusammen mit der Stiftung Habitat und Immobilien Basel-Stadt entwickelt der Verein Studentisches Wohnen Bauprojekte. Das wird spannend. Und dezent-schick.

Chaim Howald, Geschäftsleiter des Vereins für Studentisches Wohnen (WoVe), ist in aufgeräumter Stimmung. Der erste Neubau der WoVe ist gut unterwegs. «Wir sind sehr zufrieden mit dem Voranschreiten des Projekts», sagt er.

Ein Neubau – das ist Neuland für die WoVe. Aus Kostengründen und wegen der Möglichkeiten, die sich in der Vergangenheit geboten hatten, mietete die WoVe stets Altliegenschaften – oder liess sie kaufen durch die Wohnstiftung für Studierende, die Immobiliengesellschaft der WoVe.

Wohnraum für 96 Studis

Das fünfstöckige Gebäude entsteht auf der Erlenmatt, Bauherrin und Besitzerin ist die Stiftung Habitat. Die Aushubarbeiten beginnen Ende Jahr. Wenn alles klappt, ist das Haus zum Herbstsemester 2018 bezugsbereit. Die WoVe mietet das Haus als Ganzes und vermietet die Wohnungen oder Zimmer weiter an in Ausbildung Stehende. Die Bausumme gibt Habitat nicht bekannt.

Ein Klacks ist es nicht: In dem Erlenmatt-Gebäude werden insgesamt 96 Zimmer in verschiedenen Wohnungsgrössen entstehen. «Aus unserer Sicht wird das absolut toll», sagt Howald. Die Anforderungen, die sich aus dem studentischen Wohnen ergeben, «können 1:1 verwirklicht werden, und das zu einem zahlbaren Preis». Auch über die konkrete Zusammenarbeit mit Habitat weiss er nur Bestes zu berichten. Das Engagement der Stiftung war «sehr gross und bewundernswürdig». Projektverfasser sind Duplex Architekten in Zürich, das Projektmanagement obliegt Fischer Jundt Architekten aus Basel.

Die Umgebung stimmt

Auch die Einbettung in die Umgebung stimme. Gleich nebenan ist das hundertjährige Silogebäude (Architekt Rudolf Sandreuter), in welchem ein Mix von Gewerbe, Gastronomie, Kultur, Hostel und Nachbarschaftsaktivitäten entstehen soll. Es werde eine ähnliche Klientel wie WoVe ansprechen, sagt Howald.

Die Wohnungen gruppieren sich in zwei Gebäudeflügeln um einen halböffentlichen Innenhof im ersten Obergeschoss. Dieser ist von einem öffentlichen Durchgang quer durch das Gebäude über eine Treppenanlage erreichbar. Der Innenhof ist 7,8 Meter breit, über 50 Meter lang und oben offen. Zu den Wohnungen gelangt man über eine offene Treppe, Laubengänge und Brücken, die den Hof überspannen. Vor den Wohnungseingängen und Wohnküchen öffnet sich die Erschliessungsfläche zur Aufenthaltsfläche. «Die Nutzung dieser Freiflächen belebt den Hof und macht ihn zum Ort der Begegnung und Kommunikation», schreiben Duplex Architekten im Baubeschrieb.

Im westlichen Gebäudeflügel sind teilmöblierte Sieben-Zimmer-Wohnungen für kurzzeitigere Mieter geplant. Die Zimmer sind verhältnismässig gross und bieten eine Austrittsmöglichkeit zum westlich gelegenen Wohnhof. Der östliche Gebäudeflügel liegt an der Signalstrasse, neben Autobahn und Gleisfeld. Hier entstehen Duplex-Wohnungen, bei denen der Fokus auf dem gemeinschaftlichen Wohnen liegt. Die Wohnungstypologien würden der lärmbelasteten Lage der Zimmer gerecht, so die Architekten. Im Erdgeschoss sind ein «Waschcafé» geplant sowie drei separate, direkt vom Quartierplatz erschlossene 1½-Zimmer-Galeriewohnungen.

So sieht das Wohnprogramm aus:

  • Acht Wohngemeinschaften à sieben Bewohner (56 Zimmer).
  • Je vier Sechser-WG und Vierer-WG, (40 Zimmer). Die Zimmer sind knapp 14 m gross.
  • Dazu kommen Aufenthaltsräume beziehungsweise Esszimmer/ Wohnküchen.
  • Die Wohnungen sind teilweise im «Duplexformat» auf zwei Stockwerken.

Volta Ost

Bezüglich der Bebauung Volta Ost am Voltaplatz ist die WoVe noch immer im Gespräch mit Immobilien Basel-Stadt. Dort ist unter anderem Wohnraum für 80 Studierende geplant. Nach heutigem Stand ist der Bezugstermin im Frühjahr 2021 vorgesehen.

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