UPK

Es hat sich ausgedampft – Loki dreht ihre letzten Runden

Die Dampfbahn war an schönen Tagen ein Hit bei den Kindern.

Die Dampfbahn war an schönen Tagen ein Hit bei den Kindern.

Die Miniaturdampfbahn auf dem Gelände der UPK wird am Sonntag zum letzten Mal ihre Runden drehen, sie muss dem neuen Gebäude der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik weichen.

Als Geheimtipp ist sie einzelnen Familien schon lange ein Begriff – die Miniaturdampfbahn auf dem Gelände der Universitären Psychiatrischen Klinik Basel. Am kommenden Sonntag wird diese zum letzten Mal über das Gelände der UPK fahren. Sie muss dem neuen Gebäude der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik weichen, welches im Vorgelände der UPK auf der Dampfbahnstrecke entsteht. Im Dezember soll mit dem Rückbau der Altbauten sowie dem Ausheben der Baugrube begonnen werden.

Deshalb wird die Miniaturdampfbahn den kleinen Bahnhof am kommenden Sonntag um 14 Uhr zum letzten Mal verlassen und das nur, wenn es nicht regnet. Der Verein Dampfbahn Basel wird nach der Derniere, die um 17 Uhr endet, die Anlage im November abbauen und einlagern. Für eine Verlegung der Strecke auf eigenem Gelände bietet die Klinik keinen Platz. Die Schienen sollen jedoch nicht in irgendeinem Ecken verrosten. Deshalb sucht der Verein nach einem neuen Ort, wo 800 Meter Geleise und 24 Weichen neu installiert werden können.

Eine Fahrt in Miniatur

Schon seit 1984 dampft die Bahn über die Anlage der damaligen PUK. Aufgrund der Einladung zweier Professoren sowie der Unterstützung des damaligen Verwaltungsdirektors Reimann durfte sie den Betrieb vor 34 Jahren aufnehmen. Und zwar nach einer Planungs- und Bauzeit von zehn Monaten, die den Bau der Bahnanlage für Dampfgrossmodelle mit Personenbeförderung ermöglichte.

Zwei Jahre nach der Erbauung wurde die Strecke mit Niveauübergängen, einem Biotop mit Holzbrücke und zusätzlichen Ausweichstelle, welche einen Gegenzugbetrieb ermöglichen, ausgebaut. Ein Grossprojekt, welches nur dank Beiträgen der Gönner des Vereins möglich war.
In den Folgejahren wurden noch viele andere Erweiterungen vorgenommen: 1992 schloss man die Gleise an das Lokaldepot an. Sieben Jahre später wurde ein sechs Meter langer Tunnel eingeweiht. Im Jahr 2000 musste der 630 Meter lange Schienenkörper wegen steigendem Passagieraufkommen erneuert werden.

Ein Bahnhof bei der UPK

Heute ist auf der Anlage auch ein gedeckter Bahnhof mit Ausweich- und Abstellgleisen zu finden. Auch wurden zahlreiche notwendige Einrichtungen zum Betrieb einer Dampflokomotive erbaut. Ein Wasserturm, Kohlenbansen und auch eine Schlackengrube vervollständigen das Modell.

Die Dampfbahn, die mit ungefähr

5 Stundenkilometern über das Gelände tuckert, wurde im Sinne der Psychiatriereform der 1980er-Jahre erbaut. Das Ziel: die Erfahrungswelten der Patienten und der städtischen Bevölkerung in spielerischer Art verbinden. Auch sollte sie Interessierten die Chance bieten, sich mit den technischen Aspekten der Dampfbahn, die mit Kohle betrieben wird, auseinanderszusetzen – eben im Modellformat.

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