FCB-Zahl der Woche

Es ist noch nicht vorbei – So wird der FCB doch noch Schweizermeister

Noch ist es nicht vorbei – das beweist die Statistik.

Noch ist es nicht vorbei – das beweist die Statistik.

Mit Selbst- und Statistikvertrauen kann der FC Basel doch noch den neunten Titel in Serie holen – selbst wenn YB so weiterspielt wie bisher.

Es ist vorbei mit dem neunten Meistertitel in Serie für den FC Basel – zu gross der Rückstand auf YB, uneinholbar, wenn die Berner nicht noch einbrechen. Das schrieb auch diese Zeitung bereits nach der Niederlage vom Wochenende, gestern nochmals. Doch heute ist Freitag, und statt Sportspezialisten haut jetzt ein Statistik-Liebhaber in die Tasten. Warnung vorneweg: Die folgenden Zeilen wurden zwar auf staubtrockener Basis, aber mit einem guten Mass Augenzwinkern verfasst und sollten auch so gelesen werden. Aber zu den Fakten:

16 Punkte beträgt der Rückstand auf YB, dazu ein um 14 Treffer schlechteres Torverhältnis. 13 Punkte wären es, wenn der FCB das Nachholspiel gegen den FCZ gewinnt. Dazu kommen zwei Direktbegegnungen gegen YB – auch diese müssen gewonnen werden, will Rotblau den Titel holen. Das ergibt sieben Punkte Rückstand, die YB in den verbleibenden neun Spielen (die beiden Partien gegen den FCB sind von den insgesamt elf noch anstehenden Matches abgezogen) mindestens abgeben müsste, damit Basel zumindest gleichziehen (und mittels eines besseren Torverhältnisses den Meistertitel holen) kann. Was es dazu braucht, ist eine makellose Siegesserie, also zwölf Siege in zwölf Spielen.

Dass die Basler die Qualität haben, das Dutzend an Siegen aneinanderzureihen, haben sie vor der Winterpause mit fünf Siegen in Serie zumindest angedeutet und in der Saison 2003/04 bereits geschafft – 13 Mal ohne Unterbruch ging der FCB damals als Gewinner vom Platz.

Die interessanteste Frage aber ist: Würde das reichen, wenn YB weiterspielt wie bisher, also nicht einbricht? Ja, sagt die Statistik. Denn YB hat in den bisherigen 25 Meisterschaftsspielen 58 Punkte gemacht. Das sind 2,32 pro Spiel. Spielen sie gleich erfolgreich weiter, werden sie (nebst den sechs Punkten, die sie in den Direktduellen gegen Basel liegenlassen) in den verbleibenden neun Partien statistisch gesehen 6,12 Punkte abgeben und damit am 19. Mai bei 78 Punkten stehen (genauer gesagt 78,8, aber Zehntelpunkte gibt es nicht und deshalb wird – erneutes Augenzwinkern – abgerundet). Basel kann aus eigener Kraft noch genau 78 Punkte erreichen und damit die Berner – dank eines besseren Torverhältnisses – vom Thron stürzen.

Denn auch das ist aus eigener Kraft und ohne ein Einbrechen von YB möglich: Die Young Boys haben derzeit ein um 14 Treffer besseres Torverhältnis und 18 Tore mehr erzielt als der FCB. Pro Spiel haben die Berner in der bisherigen Saison 1,4 Treffer mehr erzielt als erhalten; machen sie so weiter, dürfte sich bis Ende Saison ein Torverhältnis von 86 zu 36 Toren ergeben, also ein Plus von 50 Treffern.

Basel müsste also in den verbleibenden zwölf Spielen sein Torverhältnis um 29 Treffer verbessern, macht 2,4 eigene Treffer mehr als Gegentore pro Spiel. Zwölf mal Drei-zu-Null würde reichen, Zwölf mal Drei-zu-eins nicht. Oder doch - denn auch hier spielen die zwei noch anstehenden Direktbegegnungen eine wichtige Rolle. Gewinnt Basel nämlich gegen YB zweimal mit zwei Toren Abstand, holt der FCB beim Torverhältnis bereits um acht Tore auf. Und kann YB, mit einer Zwei-Tore-Abstand-Siegesserie, auch torverhältnismässig überholen. Aber schauen Sie sich die Tabelle doch selbst an. Wie gesagt: Mit einem Augenzwinkern.

So wird der FCB Meister

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