2016 ist kein leichtes Jahr für den Tourismus. Während Basel 2015 noch konträr zum Rest des Landes Rekordzahlen verbuchen konnte, harzt es seit dem Jahreswechsel. So verwundert es nicht, dass auch im August im Vergleich zum Vorjahr tiefere Zahlen verzeichnet wurden. Die ausländischen Gäste kamen zwar zahlreicher – insgesamt waren es in diesem August 1,7 Prozent mehr als vor Jahresfrist – weil deren Aufenthaltsdauer jedoch kürzer war (Rückgang von 1,88 auf 1,81 Tage) als im Jahr 2015, fällt die Bilanz dennoch negativ aus.

Ein anderes Bild zeigt sich bei den Schweizer Gästen: Sie kamen weniger zahlreich (-7,7 %), weil sie aber länger blieben, steht am Ende ein kleines Plus vom 0,3 Prozent. Insgesamt muss die Basler Hotellerie aber einen Rückgang von 1444 Gästen aus dem In- und Ausland hinnehmen. Dies entspricht 1,4 Prozent. Diese Abnahme, die dem Trend dieses Jahres entspricht, lässt sich einfach erklären: 2015 lockten die Gauguin-Ausstellung sowie «Lion King» zahlreiche Gäste an, im 2016 fehlen vergleichbare Publikumsmagnete. Und dennoch gibt es einen Punkt, der Freude macht: Zum ersten Mal in diesem Jahr buchten Gäste aus Deutschland mehr Logiernächte als 2015 (+6,6 %). Dies ist für Basel Tourismus eine wichtige Entwicklung, ist Deutschland doch der mit Abstand wichtigste Auslandsmarkt, gleichzeitig aber auch jener, der schon länger Sorgen bereitet.

Daniel Egloff, Direktor von Basel Tourismus, war sich Ende 2015 aber bereits sicher, dass die negative Entwicklung bei den Besucherströmen aus Deutschland «nur mit der Euro-Schwäche zu tun hat. Dies ist bei allen Euro-Ländern zu spüren.» Ein Blick auf die neusten Zahlen gibt ihm nun recht. Denn nicht nur beim deutschen Markt, sondern auch bei anderen Euro-Ländern konnten mehr Übernachtungen verzeichnet werden. Aus Italien und Holland kamen fast 20 Prozent mehr Gäste (19,8 beziehungsweise 16,9 %), aus Frankreich und Spanien gar über 20 Prozent mehr (20,7 und 23,3 %).