Basler Fasnacht

«Es muss sich etwas ändern»: Gläbber-Prävention fürs «Gläbbergässli»

(Symbolbild)

Während der Fasnacht kommt es in der Grünpfahlgasse oft zu Pöbeleien.

(Symbolbild)

In der Grünpfahlgasse sind Pöbeleien während der Fasnacht an der Tagesordnung. Nun ergreift das Fasnachtscomité Massnahmen.

Die Grünpfahlgasse vor der «Mitte» wurde vergangene Fasnacht zum Anzugspunkt für Schläger, weshalb das Gässlein von einem Tambourmajor zum «Gläbbergässli» ernannt wurde.
Nun schliessen sich das Fasnachtscomité, die Basler Polizei und das Unternehmen Mitte zusammen, um dagegen vorzugehen. «Wir vom Fasnachtscomité haben die Lage zusammen mit einer verantwortlichen Person der ‹Mitte› und der Polizei analysiert. Alle waren sich einig, dass sich was ändern muss», sagt Christoph Bürgin, Obmann des Fasnachtscomités. Die Pöbeleien in der Grünpfahlgasse seien schon seit zwei Jahren ein Problem, deshalb habe man für kommendes Jahr verschiedene Massnahmen geprüft.

Oft wurde das Unternehmen Mitte für die Auseinandersetzungen verantwortlich gemacht, da es eher eine Diskothek als eine Fasnachtsbeiz sei. Auch Bürgin sieht einen Teil des Problems darin: «Ein Bestreben ist, dass man die ‹Mitte› mehr zur Fasnachtsbeiz macht. Das kann die Dekoration sein. Zudem sollen vermehrt Gugge, aber auch Schnitzelbänke einkehren.»

Pulk aus Betrunkenen

Das Fasnachtscomité möchte verhindern, dass sich, wie vergangene Fasnacht, Cliquen und Zyygli nicht mehr trauen, durch den Durchgangsweg zu gehen. Dieser hat für die Fasnacht eine zentrale Bedeutung, da er von der Gerbergasse zu einem der wichtigen Plätze der Basler Fasnacht, dem Rümelinsplatz, führt. In der engen Gasse bildete sich 2017 ein riesiger Pulk aus aggressiven und betrunkenen Personen sowie Fasnachtsbesuchern. Der Vortrab der Züge, die sich ihren Weg durch die Gasse bahnen wollten, geriet meist als Erster in Bedrängnis.

Polizeiaufgebot

Auch die Polizei war im Grünpfahlgässlein vermehrt unterwegs und versuchte, Schläger auseinanderzuhalten und Ruhe in das grosse Gedränge zu bringen. «Die diesjährige Fasnacht verlief ohne gröbere Zwischenfälle. Allerdings wurde die Kantonspolizei Basel-Stadt informiert, dass die Situation an der Grünpfahlgasse tatsächlich genauer zu beobachten sei. Die Polizei nimmt diese Meldung – analog zu ihrer Zusammenarbeit mit allen Organisationen von Grossanlässen – auf jeden Fall in ihre Planung für die nächste Fasnacht auf», so Toprak Yerguz, Sprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements Basel-Stadt. Das Fasnachtscomité will laut Bürgin zudem über die sozialen Medien mehr auf die Benimmregeln an der Fasnacht aufmerksam machen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1