Regierungsratswahlen

Esther Keller will: Nach Rückzug von Ackermann lanciert GLP-Kandidatin zweiten Wahlkampf

Esther Keller will: Sie stellt sich dem zweiten Wahlgang. (Archivbild)

Esther Keller will: Sie stellt sich dem zweiten Wahlgang. (Archivbild)

Zum Bedauern ihrer eigenen Partei hat sich Elisabeth Ackermann dafür entschieden, im zweiten Wahlgang nicht mehr anzutreten. Esther Keller lanciert derweil ihren zweiten Wahlkampf.

«Ich habe mich nach reiflicher Überlegung dazu entschieden, nicht mehr zum 2. Wahlgang anzutreten. Ich bedaure es sehr, die politische Arbeit aufzugeben, die ich sehr gern gemacht habe. Ich habe sie nach besten Wissen und Gewissen im Interesse von Basel-Stadt und im Interesse meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geleistet, jedoch fehlt mir unter den gegebenen Umständen die Kraft, in einen 2. Wahlgang zu gehen. Allen, die mich unterstützt und gewählt haben, danke ich von Herzen und wünsche der Grünen Partei und dem Kanton Basel-Stadt weiterhin gutes Gedeihen», so Elisabeth Ackermann, Regierungspräsidentin in der Medienmitteilung der Grünen Basel-Stadt.

Am Dienstagmorgen habe Ackermann ihre Partei darüber informiert, dass sie nicht mehr antreten werde. Die Grünen bedauern den Entscheid, können ihn aber nachvollziehen. Die Partei spricht von einer «öffentlichen Kampagne», die gegen Ackermann geführt worden sei.

«So wie es aussieht, werde ich im zweiten Wahlgang wieder antreten», sagte die aktuelle grüne Regierungsratspräsidentin noch am Sonntag nach der verpassten Wahl im Interview mit der bz:

Grünen-Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann verpasst die Wiederwahl: „So wie es aussieht, werde ich im zweiten Wahlgang wieder antreten und habe die Unterstützung der Parteileitung“

Ackermann möchte zu ihrem Entscheid keine Auskunft geben. Auf Anfrage meint ihre Sprecherin, es sei «alles gesagt».

Tweet der Grünen

Keller zieht in den zweiten Wahlgang

Esther Keller reagiert auf den Rückzug von Ackermann: Die GLP-Politikerin will weiterhin Regierungspräsidentin sein. «Jetzt erst recht», sagt Keller auf Anfrage der bz. Der Wahlsonntag und das gute Ergebnis bei den Regierungsratswahlen hätten gezeigt, dass ihre Botschaften und Themen bei der Wählerschaft angekommen seien.

Für den zweiten Wahlgang stelle sich nun die Frage, wohin die Stimmen, die Elisabeth Ackermann bekommen hatte, hin gehen. «Ich will als grüne und progressive Kandidatin punkten», so Keller. Auch wenn Rotgrün eine neue Kandidatin oder einen Kandidaten ins Rennen schickt.

Tweet von Esther Keller

Die FDP nominiert Baschi Dürr und Stephanie Eymann

An ihrem gestrigen Parteitag hat die FDP Basel-Stadt Baschi Dürr und Stephanie Eymann für den zweiten Wahlgang nominiert. 

Bei den kantonalen Vorlagen vom 29. November unterstützt die FDP ausserdem die Ausgabenbewilligung für das Hafenbecken 3, die Trinkgeld-Initiative und das Wohnraumfördergesetz, wie die Partei in einer Medienmitteilung vom Dienstag mitteilt.

Meistgesehen

Artboard 1