Europa Valley
Petition will zweiten Europa-Park im Elsass verhindern

Die elsässische Bürgerinitiative «Collectif le chaudron des alternatives» initiierte die Petition gegen das «Europa Valley». Der Widerstand gegen die Erweiterung des Europa-Parks auf französischer Seite kommt aber von beiden Seiten des Rheins.

Mona Martin
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Der Europa-Park in Rust möchte auf die andere Rheinseite expandieren. Umweltverbände stemmen sich gegen Achterbahnen im Elsass.

Der Europa-Park in Rust möchte auf die andere Rheinseite expandieren. Umweltverbände stemmen sich gegen Achterbahnen im Elsass.

Bild: zvg/Europapark

In Anbetracht des Klimawandels und dem Schwund von Tierarten passe das Projekt eines zweiten Europa-Parks nicht mehr in die Zeit. So begründen gemäss SWR deutsche als auch französische Natur- und Umweltverbände ihren Widerstand gegen das «Europa Valley». Eine Petition der elsässischen Bürgerinitiative «Collectif le chaudron des alternatives» wird von der südbadischen Initiative «Jetzt langt's!» unterstützt. Der Petition hätten sich schon mehrere hundert Menschen angeschlossen.

Das Projekt «Europa Valley» ist schon einige Jahre in der Pipeline. In Diebolsheim gegenüber des bestehenden Europa-Parks soll auf französischer Rheinseite ein Ableger gebaut werden – und zwar auf 150 bis 250 Hektaren. Damit würde er flächenmässig deutlich grösser als der bestehende. Der hat eine Fläche von 95 Hektaren. Verbunden werden sollen die beiden Parks durch eine Seilbahn über den Rhein. Dies hatte beim französischen Präsidenten Emmanuel Macron Begeisterungsstürme ausgelöst.

Erneuter Widerstand nach Moratorium

Schon 2018 stellten sich Anwohnende und Umweltschutzverbände gegen das Projekt. Ein Hauptgrund für den grossen Widerstand damals wie heute ist, dass das Naturschutzgebiet Taubergiessen durch den neuen Park bedroht wäre. 2018 hatte man sich wegen der Grösse des Protests auf ein fünfjähriges Moratorium geeinigt.