Querschnitt

Eva Nidecker und Simon Thiriet übernehmen die Fasnacht beim SRF

Bald vor der Kamera statt hinter dem Mikrofon: Eva Nidecker im Studio von Radio Energy Basel. (Archiv)

Bald vor der Kamera statt hinter dem Mikrofon: Eva Nidecker im Studio von Radio Energy Basel. (Archiv)

Bisher hat Heinz Margot die Sendung «Querschnitt» auf SRF moderiert, die jedes Jahr Eindrücke von der Basler Fasnacht liefert. Jetzt übernehmen Eva Nidecker und Simon Thiriet die Sendung – mit einigen Neuerungen.

Für viele Basler hört die Fasnacht nicht mit dem Ändstraich auf. Nein, rund eine Woche nach Piccolo, Blaggedde und Bängg sitzt die halbe Region plus eine Vielzahl von Heimweh-Baslern vor dem Fernseher und schaut den Querschnitt auf «SRF».

Durch diesen hat in den vergangenen Jahren immer Heinz Margot geführt. In seinen ihm typischen Reimen erklärte er beim letzten Mal jedoch, dass er nun wieder selbst als Aktiver durch Basel ziehen wolle. Jetzt ist die Nachfolge bekannt: Eva Nidecker wird ab nächstem Jahr den Querschnitt moderieren.

Grosse Erfahrung

«Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe, ich bin ja selbst Fasnächtlerin», sagt die 35-Jährige. Lange spielte sie Piccolo bei den Verschnuufer, in den letzten Jahren lief sie bei einem Schyssdräggziigli mit. Mit diesem hofft sie auch an der nächsten Fasnacht «ein oder zwei Riemen» zu gässlen. Nidecker bringt bereits Fernseh-Erfahrung mit: Mehrere Jahre stand sie bei Telebasel und auch beim Schweizer Fernsehen vor der Kamera. Ihre Stimme ist durch ihr Engagement bei Radio Energy bekannt. Heute arbeitet Nidecker unter anderem als Masseurin in Zürich, wo sie auch wohnt.

Der Schritt vom sonoren, gemütlichen Margot zur quirligen Nidecker – das ist auch ein Generationenwechsel. «Als ich fürs Casting angefragt wurde, habe ich zuerst einmal leer geschluckt: Es sind schon grosse Fussstapfen, in die ich trete», sagt sie.

Jüngeres Konzept?

Wie wird sich dies auf das Konzept des Querschnitts auswirken? «Wir werden sicher unsere eigene Note einbringen. Aber die Fasnacht werden wir nicht neu erfinden.» Värsli brünzle wird sie aber nicht und es könne auch sein, dass hier und dort der Fokus neu gelegt werde.

Bereits in den vergangenen Jahren hat sich der Querschnitt immer wieder erneuert: Schnitzelbängg erhielten mehr Sendezeit, Vorfasnachts-Veranstaltungen hingegen verloren an Gewicht. Dies entspricht auch den Vorstellungen von Nidecker, wenngleich sich die Sendung aktuell noch in der Planung befindet und längst nicht alle Details geklärt sind. Diese will der Sender zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.

Thiriet wird Co-Kommentator

Nidecker ist aber nicht die einzige personelle Rochade bei der Fasnachts-Berichterstattung des SRF: Neu wird Simon Thiriet im Glashäuschen vor der Mittleren Brücke sitzen und sie somit bei der Live-Berichterstattung von den «Drey Scheenschte Dääg» unterstützen. Er löst damit Walo Niedermann ab. Der Obmaa des Schnitzelbangg-Comités hat in den vergangenen Jahren jeweils an der Seite von Margot den Cortège kommentiert.

Simon Thiriet, Co-Kommentator

«Ich kenne Eva seit der Schulzeit und denke, dass wir uns als Duo ergänzen werden.»

Simon Thiriet, Co-Kommentator

Thiriet ist Leiter der Kommunikation des Basler Erziehungsdepartements und war früher auf Radio DRS 1 zu hören. Auch er ist aktiver Fasnächtler und Mitglied einer Stammclique. Nidecker und Thiriet kennen sich seit der Schulzeit: «Ich denke, wir werden uns als Duo sehr gut ergänzen», sagt er.

Im nächsten Jahr findet die Fasnacht sehr früh statt: Noch dauert es 68 Tage, bis alle Lichter in der Innenstadt erlöschen.

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