Basel
Ex-Finanzchef der Airline Hello erhält Strafbefehl

Ein Strafverfahren gegen den früheren Finanzchef der im Oktober 2012 gegroundeten Fluggesellschaft hello ist mit einem Strafbefehl abgeschlossen worden: Für Urkundendelikte erhielt er eine bedingte Freiheitsstrafe von sechs Monaten.

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Hello ist definitiv gescheitert.

Hello ist definitiv gescheitert.

Keystone

Ein Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft bestätigte am Sonntag entsprechende Angaben der "SonntagsZeitung". Sechs Monate ist das maximale Strafmass, das per Strafbefehl möglich ist, wenn der Angeschuldigte zustimmt; höhere Strafanträge erfordern eine Gerichtsverhandlung.

Zu den Details des Strafbefehls wie der Art der Delikte gab der Sprecher mit Verweis auf das Verfahrensrecht keinerlei Auskunft.

Dem Mann war damals von seinem Arbeitgeber vorgeworfen worden, die Geschäftszahlen geschönt zu haben, sodass die Verantwortlichen die Schieflage der Firma zu spät erkannten.

Ein zweites Strafverfahren gegen den Ex-Finanzchef wegen Vermögensdelikten ist hingegen eingestellt worden. Auch dazu gab der Sprecher am Sonntag keine näheren Informationen preis.

Die 2004 vom früheren Crossair-Patron Moritz Suter gegründete Charterfluggesellschaft Hello hatte Ende November 2012 Konkurs beantragt.

155 Angestellte verloren ihren Job. Die vier Airbus A320 der Firma waren mangels flüssigen Geldes ab 21. Oktober 2012 am Boden geblieben.

Hauptursachen der Probleme waren laut damaliger Firmenangaben weggefallene Grossaufträge, weil zwei Reiseveranstalter-Kunden ihrerseits zahlungsunfähig geworden waren, sowie zunehmender Konkurrenzdruck wegen Charter-Überkapazitäten und des starken Frankens sowie hohe Treibstoffkosten.

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