Basel

Fachhochschul-Neubau auf Dreispitz geplant: Hier büffeln Studenten in Zukunft Wirtschaft

Reinacherstrasse 111 Haus mit Schopf soll abgerissen werden

Für den Neubau der FHNW soll dieses Haus an der Reinacherstrasse samt Schopf abgerissen werden.

Reinacherstrasse 111 Haus mit Schopf soll abgerissen werden

Basel-Stadt plant auf dem Dreispitz-Areal einen Neubau für die Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Diese soll spätestens bei Ablauf des Mietvertrags im Jahr 2021 aus dem heutigen Standort beim Bahnhof SBB ausziehen.

Nach langen Verhandlungen scheint nun klar, wo die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Zukunft ihre Wirtschaftsstudenten unterbringt. Die Suche nach einem Standort auf dem Dreispitzareal hat gefruchtet, die FHNW soll an der Reinacherstrasse 111 ein neues Zuhause finden.

Derzeit ist dort die Firma Thüring untergebracht, die mit Holz und Holzstoffen handelt.
«Das Gelände ist ideal für einen solchen Schulbau», schwärmt Rolf Borner, der Geschäftsleiter von Immobilien Basel-Stadt. «Es soll ja kein Hochhaus entstehen, sondern ein zwei- bis dreistöckiges , langes Gebäude, ähnlich dem, das heute dort steht.» Als Vorbild diene die Fachhochschule in Olten, die ein derartiges Gebäude in Betrieb hat.

Der bisherige Standort der FHNW an der Peter-Merian-Strasse ist schon seit längerer Zeit als nicht ideal im Gespräch. Da ist zum einen die hohe Miete, zum anderen hätte das Wirtschaftsdepartement die Schüler dort gerne draussen, damit sich hier eine Firma mit höherer Wertschöpfung ansiedeln kann; die Parzelle sei äusserst gefragt bei Investoren. «Der jetzige Standort ist ja auch nicht als Schule gebaut», fügt Borner an. «Ganz im Gegensatz zum neuen Standort, der ganz auf die Bedürfnisse der FHNW abgestimmt werden kann.»

Dem Entscheid vorangegangen war eine lange Suche nach einem neuen Standort. Das Dreispitzareal war rasch in den Fokus geraten, hier sah man eine Möglichkeit, zusammen mit der Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK) einen «Bildungscluster» zu schaffen. Die HGK gehört ebenfalls zur FHNW und ist seit 2014 auf dem Dreispitzareal zu Hause. Als Gegner solcher Pläne outete sich vor rund einem Jahr der Präsident der Bildungs- und Kulturkommission (BKK), Oswald Inglin (CVP). Er machte sich für einen Verbleib der FHNW aufgrund der Nähe zur Wirtschaftsfakultät der Uni stark.

Das Thüring-Gelände auf dem Dreispitz gehört der Christoph-Merian-Stiftung (CMS), die es der Stadt im Baurecht überlassen wird. Damit entsteht für die FHNW auch eine wesentlich höhere Planungssicherheit, als am jetzigen Standort, wo der Mietvertrag mit der privaten Vermieterin 2021 ausläuft. Und für Thüring ergebe sich eine neue Chance, die Zukunft zu planen. Die Holzfirma sei in alle Verhandlungen eingebunden gewesen und mit der neuen Lösung einverstanden.

Realisiert werden soll der Neubau im Finanzvermögen, aber wie teuer er wird, ist derzeit nicht genauer zu beziffern als auf 60 bis 70 Millionen Franken. «Darüber werden wir bis im Herbst Klarheit haben», sagt Borner. Dann sollte das Ergebnis des Wettbewerbs vorliegen, der nun ausgeschrieben wird. Gesucht ist nicht bloss ein Architekt, sondern ein Erbringer der Gesamtleistung, der dann auch einen Preis nennen muss. Die FHNW beschäftigt derzeit am Bahnhof rund 100 Mitarbeitende, 700 Studentinnen und Studenten drücken hier die Schulbank. (sda/bro)

Meistgesehen

Artboard 1