Fall Elsässerstrasse
Haftverlängerung für verurteilten Vergewaltiger wird abgewiesen

Das Basler Appellationsgericht hat den Antrag der Staatsanwaltschaft abgewiesen, einen der zwei Vergewaltiger im Fall Elsässerstrasse in Sicherheitshaft zu nehmen. Damit hat der Mann den unbedingten Teil seiner Haftstrafe abgesessen und wird in den kommenden Wochen ausgeschafft.

Jonas Hoskyn
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Rund 500 Personen demonstrierten am Sonntagnachmittag gegen das vom Appellationsgericht Basel-Stadt erlassene Urteil im Falle einer Vergewaltigung an der Elsässerstrasse.

Rund 500 Personen demonstrierten am Sonntagnachmittag gegen das vom Appellationsgericht Basel-Stadt erlassene Urteil im Falle einer Vergewaltigung an der Elsässerstrasse.

bz/Fabian Schwarzenbach

Das Basler Appellationsgericht hat am Mittwoch den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Sicherheitshaft für den Vergewaltiger im Fall Elsässerstrasse abgewiesen. Die Staatsanwaltschaft hatte beantragt, dass der Mann hinter Gittern bleiben soll, bis klar ist, ob der Fall ans Bundesgericht weitergezogen wird. Gleichzeitig kritisierte die Staatsanwaltschaft das kürzlich ergangene Urteil des Appellationsgerichts, das die Strafe von über vier Jahren auf drei Jahre – die Hälfte davon bedingt – gesenkt hatte.

Sicherheitshaft sei nur gerechtfertigt, wenn konkrete Anhaltspunkte für eine ernsthaft zu erwartende Verschärfung des Urteils bestehen, argumentiert nun das Appellationsgericht, und verweist darauf, dass das Bundesgericht nur unter bestimmten rechtlichen Bedingungen die Strafzumessung anpassen kann. Der Beschuldigte muss nun noch ein paar Tage eine frühere Busse absitzen. Anschliessend wird er dem Migrationsamt zur Ausschaffung übergeben.

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