Basel-Stadt
Falsche Polizisten lassen sich ihre Beute von ihren Opfern überreichen

Betrüger geben sich in der Region Basel per Telefon als Polizisten aus und fordern ihre Opfer dazu auf, ihnen ihr Vermögen anzuvertrauen. Die Basler Staatsanwaltschaft warnt vor der Betrugsmasche und zeigt auf, was im Verdachtsfall zu tun ist.

Merken
Drucken
Teilen
Die Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten aus. (Symbolbild)

Die Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten aus. (Symbolbild)

Keystone/DPA dpa/A3929/_JULIAN STRATENSCHULTE

Vermehrt kontaktieren Betrüger ihre Opfer per Telefon, warnt die Basler Polizei. Die Täter geben sich als Polizisten aus, auch die Rufnummer, die auf dem Telefondisplay angezeigt wird, ist geklaut.

Die falschen Polizisten warnen ihre Opfer, dass ihr Vermögen auf der Bank nicht mehr sicher sei, dass die Personen ihr Geld und ihre Wertsachen zu sich nachhause nehmen sollen. Dort holen die falschen Polizisten die Wertsachen dann ab und versprechen sie sicher aufzubewahren.

Der Basler Polizei ist das Vorgehen bekannt. Mehrmals gelang es ihr, eine Übergabe von hohen Geldbeträgen im letzten Moment zu verhindern. Obwohl zwischenzeitlich mehrere Verdächtige festgenommen wurden und das Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft verfügte, sind weitere Täter aktiv und versuchen neu auch in anderen Kantonen Opfer zu finden.

Die Basler Staatsanwaltschaft stellt deshalb folgende Punkte klar:

  • Die Polizei fordert nicht auf, Geld bei einer Bank bzw. einem Finanzinstitut abzuheben.
  • Ebenso wenig fordert die Polizei auf, Geld aus Gründen der Sicherheit in einen anderen Kanton zu bringen.
  • Die Polizei verlangt nicht, dass Sie Ihren Schmuck bzw. weitere Wertgegenstände aushändigen sollen.
  • Haben Sie Zweifel, ob es sich um echte Polizisten handelt, nehmen Sie unverzüglich über Notruf 117 mit der Polizei Kontakt auf.

Ausserdem empfiehlt die Staatsanwaltschaft:

  • Seien Sie misstrauisch gegenüber unbekannten Anrufern.
  • Geben Sie keinerlei Auskünfte über Ihre Vermögenssituation bzw. über vorhandenes Geld, Schmuck und Wertsachen.
  • Geben Sie keine Auskünfte über Ihr Alter, Zivilstand, Beruf und Gesundheitszustand.
  • Geben Sie keine Auskunft, ob Sie alleine wohnen.
  • Gewähren Sie keinen fremden Personen Zutritt zu Ihrer Wohnung bzw. zu Ihrem Haus.
  • Geben Sie keine Kreditkartennummern, Pin Code, Passwörter und Bankkartennummern bekannt.
  • Werden Sie von verdächtigen Personen kontaktiert, so informieren Sie unverzüglich die Polizei über die Notrufnummer 117.