Die Initiative will alle bestehenden Familiengartenareale - derzeit total 103 Hektaren - an den heutigen Standorten festschreiben, dies mittels einer neu zu schaffenden Familiengartenzone. Die Regierung plant jedoch Wohn- und andere Nutzungen auf einzelnen Teilen und will daher nur 82 Hektaren erhalten.

Familiengärten erfüllten wichtige soziale und integrative Funktionen, hiess es lobend im Parlament von links wie rechts. Fixe Garantien würden jedoch Nutzungsanpassungen an sich wandelnde Bedürfnisse der ganzen Bevölkerung blockieren, warnten etwa FDP und SP. Einzig die SVP machte sich für das Volksbegehren stark.

Kompromiss

Der unformulierten Initiative werden jedoch Chancen an der Urne eingeräumt, weshalb ein unformulierter Gegenvorschlag der Bau- und Raumplanungskommission breite Unterstützung fand: Er kam am Ende der zweistündigen Debatte ohne Gegenstimmen durch.

Zuvor wurden Anträge der Grünen, die den Initianten weiter entgegen kommen, angenommen: Mit 60 zu 26 Stimmen wurden 82 Hektaren als Mindestsumme der Gartenareale unter baselstädtischer Obhut - ein Teil liegt ausserhalb des Kantons - in den Text aufgenommen. Und mit 52 gegen 26 Stimmen wurde das Versprechen notiert, «mindestens 80 Prozent» der Gärten auf Stadtbasler Boden zu erhalten.

Mit Stichentscheid der Ratspräsidentin (EVP) scheiterte hingegen ein weiterer vom Grünen Bündnis beantragter Zusatz. Danach hätten bei fehlender Nachfrage nach Familiengärten an deren Stelle auch öffentliche Grünanlagen eingerichtet werden können.