Als „äusserst problematisch“ stuft das Bundesverwaltungsgericht Haftanordnungen des Staatssekretariats für Migration (Sem) ein. Gemäss einem Bericht der „Schweiz am Sonntag“ liess das Sem in mehreren Fällen Familienväter in Ausschaffungshaft nehmen, weil sie und ihre Familie bereits in Deutschland registriert waren.

Begründet hat die Bundesbehörde den Entscheid mit der „Sicherstellung des Vollzugs“. Es soll verhindert werden, dass die Familien vor ihrer Rückschaffung untertauchen. Dieses Argument lässt das Bundesverwaltungsgericht jedoch nicht gelten. Für eine Inhaftierung müsse eine „erhebliche Fluchtgefahr“ bestehen. Weil diese nicht vorliege, seien die Betroffen sofort aus der Ausschaffungshaft zu entlassen.