«Eh jo. Eh nei. Eh jo. Eh nei. Eh jo. Eh nei. Eh jo. Das ischs Protokoll vom Bundesroot.» In bester Schnitzelbangg-Manier beschrieb Kulturminister Alain Berset die Diskussion innerhalb des Bundesrats, ob die Basler Fasnacht Immaterielles Kulturerbe der Unesco werden soll. Der Sozialdemokrat hatte die Lacher auf seiner Seite. Er verstand es, charmant und humorvoll die Bedeutung der Basler Fasnacht hervorzuheben. «Dass die Basler Fasnacht Immaterielles Kulturerbe der Unesco wurde, ist eine Selbstverständlichkeit!», rief Berset in den vollen Saal der UBS.

«Veritables Kulturgut»

Gute Laune, Freude und ganz viel Stolz waren am heutigen Festakt des Fasnachts-Comités spürbar. Und auch Erleichterung, wie Obmann Christoph Bürgin zugab. Er begrüsste Bundesrat Berset zuerst in bestem Französisch und Hochdeutsch, wechselte aber rasch wieder ins Baseldytsch. «Der Dialekt ist schliesslich eines der wichtigsten Kulturgüter der Fasnacht. Also rede ich, wie mir der Schnabel gewachsen ist.» Bürgin ging in seiner Ansprache auch auf jene zu, die das Bestreben des Comités, die Fasnacht zum Weltkulturerbe zu machen, kritisch beäugten. Mit der Anerkennung gehe eine steigende Bedeutung der Fasnacht einher, die womöglich für Nachwuchs sorgt. Am meisten hofft Bürgin auf mehr günstige Räumlichkeiten zum Basteln und Bauen. Die Auszeichnung bedeute für Basel schliesslich «eine Brise Weltruhm», frohlockte Basels höchster Fasnächtler.

Eine Gasse für die Fasnacht

Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann (Grüne) kündigte eine Fasnachtsgasse im «Herzen der Stadt» an, welche bereits am 6. Januar eingeweiht werden soll. Die Nomenklaturkommission habe dafür ihr Einverständnis gegeben. Den genauen Ort nannte Ackermann nicht. Handelt es sich etwa um den Durchbruch beim neuen Stadtcasino? Zumindest bei den Lesern der bz stand dieser Name damals hoch im Kurs.

Am Ende war es an den Tambouren, Pfeiferinnen und Pfeifer des Fasnachtshuus, zu demonstrieren, was die Basler Fasnacht auszeichnet: Grossartige Klänge und wunderbare Kostüme und Larven.