Betriebshygiene
Fast ein Drittel der Proben aus Basler Restaurants sind ungenügend

Bei der Kontrolle von Lebensmittelbetrieben im Kanton Basel-Stadt durch das Kantonslabor waren im zu Ende gehenden Jahr 27 Prozent der entnommenen Proben nicht einwandfrei. Eine hohe Beanstandungsrate gabs in den Restaurationsbetrieben bei den Fleischerzeugnissen.

Merken
Drucken
Teilen
27 Prozent der Proben wurden beanstandet. (Symbolbild)

27 Prozent der Proben wurden beanstandet. (Symbolbild)

Keystone

Im Rahmen von Betriebshygienekontrollen hat das kantonale Laboratorium 2013 rund 1000 Proben erhoben. Die Entnahme erfolgte "risikobasiert" - also in Betrieben, die bei früheren Kontrollen negativ vermerkt worden waren. Dies teitle das Labor am Montag mit.

27 Prozent der Proben wurden beanstandet, wobei die Beanstandungen wegen der mikrobiologischen Qualität der Produkte erfolgten. Grund waren laut dem Kantonslabor Mängel bei der guten Verfahrens- oder Hygienepraxis. Eine direkte gesundheitliche Beeinträchtigung der Konsumenten und Konsumentinnen könne jedoch ausgeschlossen werden.

Eine hohe Beanstandungsquote wiesen dabei die Fleischprodukte auf. Das Labor erhob 102 Proben aus 68 Restaurationsbetrieben. 49 Proben (48 Prozent) aus 39 Betrieben wiesen Richtwertüberschreitungen auf. Bei den vorgekochten Fleisch- und Fischgerichten lag die Beanstandungsquote bei 30 Prozent von insgesamt 90 Proben.

Bei den vorgekochten Teigwaren wurden 53 von insgesamt 172 Proben beanstandet, bei den Reisgerichten waren es 29 von 107 Proben und beim vorgekochten Gemüse 76 aus 270 Proben. 16 von total 104 Proben wurden bei den untersuchten Suppen und Saucen bemängelt.

Salate und Süsswaren mikrobiologisch sauber

Eine gute mikrobiologische Qualität bescheinigt das Kantonslabor hingegen den Salaten und anderen Kaltspeisen in Restaurationsbetrieben. Nur gerade drei von 39 Proben wiesen Mängel auf.

Ausgezeichnet sei auch die mikrobiologische Qualität von Süssgerichten, Desserts und Patisseriewaren. Nur bei zwei von 64 Proben zeigten sich Überschreitungen von Toleranzwerten; 97 Prozent waren dagegen einwandfrei.