Aufregung nach der Aufregung nach der Aufregung. Nach der Anreise mit dem Schwächeanfall von Mittelfeldspieler Mohamed Elneny, der Zwischenlandung in Berlin-Tegel und dem aufwühlenden Spiel bei Zenit St. Petersburg mit der Viertelfinalqualifikation in der Europa League verlief auch die Heimreise des FC Basel dramatisch.

Pünktlich um halb elf hob der Airbus der Hamburg Airways zwar am Freitagmorgen in St. Petersburg ab, doch nach einer halben Stunde verkündete der Flugkapitän, dass er das Fahrwerk nicht einziehen könne und er wieder nach St. Petersburg zurückkehren müsse.

Noch dürfe er aber nicht landen, es sei noch Sprit zu verfliegen, um das maximal erlaubte Landegewicht zu erreichen. Nach anderthalb Stunden in der Luft setzte die Maschine dann wieder auf russischem Boden auf.

Die Spieler und die übrigen Passagiere erhielten einen Transitpass, mussten sämtliches Gepäck aus dem Flieger mitnehmen, in den Bus einsteigen und zum Transitgebäude fahren, wo dann das grosse Rätselraten begann.

Wie weiter? Wer noch ein paar Rubel hatte, besorgte sich am kleinen Kiosk ein Mineralwasser oder ein Sandwich, die anderen warteten gespannt, was die Reiseleitung organisieren würde. Dann wurde die ganze Gesellschaft in den ersten Stock ins Restaurant gebeten, wo es zu trinken und etwas zu essen gab.

Einige der Spieler nahmen das Ganze mit Humor, andere versteckten ihren Ärger nicht. „Ich will meine Tochter sehen", sagte Alex Frei.

„Ich habe schon beim Start ein schlechtes Gefühl gehabt", sagte Marco Streller. Klar ist: Hätte der FCB am Abend zuvor die Qualifikation nicht geschafft, die Atmosphäre am Flughafen wäre derzeit ziemlich gereizt.

Schliesslich verkündete Reiseleiter André Frossard: Es kommt eine Ersatzmaschine aus Friedrichshafen. Der Abflug ist für 18.00 Uhr vorgesehen, die Landung um 18.20 Uhr in Basel. Bedeutet: Vier Stunden warten und zwischendrin vernehmen, welchen Gegner der FCB bei der Viertelfinalauslosung in Nyon erhält. (br)