Fussball
FC-Basel-Fans suchen erneut Konfrontation mit Berner Behörden

Fans des FC Basel suchen vor dem Super-League-Auftakt vom kommenden Wochenende erneut die Konfrontation mit der SBB und den Berner Behörden. Sie drohen, mit normalen Zügen anzureisen, wenn ihr Extrazug nicht bis zum Hauptbahnhof Bern fährt.

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Basel-Fans (Symbolbild)

Basel-Fans (Symbolbild)

Keystone

Danach wollen die Fans aus Basel durch die Innenstadt zum Stade de Suisse marschieren, wie sie das schon im vergangenen April taten. Sprecher der SBB, der Kantonspolizei Bern und der Stadt Bern bestätigten am Donnerstag entsprechende Angaben der Zeitung «Der Bund» vom gleichen Tag.

Normalerweise halten Extrazüge mit Fussballfans aus anderen Städten an der Haltestelle Bern-Wankdorf der Berner S-Bahn. Von dort sind es zu Fuss nur etwa zehn Minuten bis zum Stade de Suisse, dem Heimstadion des BSC Young Boys Bern. Dieser empfängt am Samstag den FC Basel zum ersten Spiel dieser beiden Mannschaften in der neuen Fussballsaison.

In Bern versucht man nun die Basler Fans noch umzustimmen, wie Daniela Sigrist von der Berner Kantonspolizei bestätigt: «Verhandlungen auf verschiedenen Ebenen sind am Laufen».

SBB wollen keine Fans in normalen Zügen

Die SBB hat laut ihrem Sprecher Reto Kormann «mehr als einmal» versucht, die FC-Basel-Fans von ihrem Ansinnen abzubringen, per Extrazug bis zum Hauptbahnhof Bern zu fahren. Sie hat schliesslich dem Druck der Fans nachgegeben, weil sie auf keinen Fall Fans und normale Kundschaft im gleichen Zug haben will.

Es sei «oberstes Anliegen der SBB», Fussballfans und die normale Kundschaft getrennt zu befördern, sagt Kormann.

Offen blieb am Donnerstag, weshalb die Basler Fans auch diesmal durch die Berner Innenstadt marschieren wollen. Im April taten sie es aus Protest gegen Aussagen des Berner Gemeinderats Reto Nause. Der Sicherheitsdirektor der Stadt Bern hatte im Zusammenhang mit einem neuen, mobilen Sicherheitszaun zwischen dem Stade de Suisse und der Haltestelle Wankdorf von einem «Raubtierkäfig» gesprochen.

Weder Vertreter des FC Basel, der den Extrazug auf seiner offiziellen Homepage ankündigt, noch der Basler Fanarbeit wollten aber am Donnerstagnachmittag mit der Nachrichtenagentur sda sprechen.

Marsch verursacht mehr Probleme als im April

Laut Sprecherin Daniela Sigrist hofft die Berner Katonspolizei auf ein Entgegenkommen der Basler Fans, weil ein Fanmarsch am Samstag noch mehr Schwierigkeiten hervorrufen würde als im April. Denn es sei Ferienzeit und das Gurtenfestival sei im Gang. In dieser Situation werde der Berner Hauptbahnhof zusätzlich beansprucht.

Beim Fanmarsch der Basler vom April blieben zwar grössere Probleme aus, doch zündeten die Fussballfans auf dem Weg zum Stadion Feuerwerkskörper. Laut Sigrist gingen nach dem Marsch bei der Kapo Bern viele negative Rückmeldungen aus der Bevölkerung ein.

Nach dem Spiel kehren die FCB-Fans immerhin nicht ins Stadtzentrum zurück: Sie wollen von der Haltestelle Bern-Wankdorf aus zurück nach Basel reisen.

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