Die Auszeichnung für den amtierenden Schweizer Meister und Cupsieger nahmen am Sonntagabend Klubpräsident Bernhard Heusler und Marco Streller in Zürich an der Gala des Schweizer Fernsehens entgegen.

Bernhard Heusler, Präsident FC Basel, und Fussballer Marco Streller nehmen den Award entgegen

Bernhard Heusler, Präsident FC Basel, und Fussballer Marco Streller nehmen den Award entgegen

Der FC Basel gewann 2012 auf nationalem Parkett jede erhebliche Trophäe - und nun auch zum zweiten Mal nach 2002 die Wahl zum "Team des Jahres". Die magischen Champions-League-Nächte haben das Schweizer Publikum tief beeindruckt.

Einst stürzte der FCB im November vor zehn Jahren Liverpool vom Thron, im letzten Dezember wiederholte der erfolgreichste Super-League-Verein der letzten Dekade den Coup gegen Manchester United. Nach dem spektakulären 3:3 im Old Trafford entzauberte der Aussenseiter die statistisch beste Equipe der Champions-League-Geschichte im Rückspiel beim 2:1 vor eigener Kulisse vollends.

Sir Alex Ferguson musste sich ausserplanmässig vor den euphorisierten Bebbi verneigen. "Das Wunder vom Joggeli" hallte nach. Der FCB produzierte Schlagzeilen, die den Fussball-Globus umrundeten. Erst in München endete die wunderbare Europacup-Kampagne - das 0:7 gegen den nachmaligen Finalisten FC Bayern war ein Tiefpunkt auf hohem Niveau.

Die bittere Lektion löste im Team von Heiko Vogel zwar eine gewisse Enttäuschung aus und zeigte dem einen oder anderen Entscheidungsträger die Grenzen auf, allzu tiefe Furchen hinterliess die Blossstellung nicht. In der eigenen Liga dominierte Basel selber im Stile der Bayern.

Niemand war auch nur annähernd in der Lage, die Siegserie Basels zu stoppen. Woche für Woche stellte das Team der beiden Jahrzehnt-Talente Shaqiri und Xhaka die Konkurrenz vor unlösbare Probleme. Für die Beteiligten stellte sich nur eine Frage: Wann ist dem FCB der Titel-Hattrick auch in der Theorie nicht mehr zu nehmen?

20 Punkte betrug am Ende der satte Vorsprung auf Luzern. Basel dominierte das Geschehen in der Super League wie einst in der Blütezeit der Ära Gross. Auf jeder Position leistete sich der FCB Topspieler. Im Tor brillierte Yann Sommer als Nachfolger des populären Argentiniers Franco Costanzo, als wäre er zuvor nie die Nummer 2 gewesen. Und im Sturm demonstrierten Alex Frei und Marco Streller ihre immensen Qualitäten. Die beiden trugen zusammen 37 Treffer zum 15. Titelgewinn bei. Frei reihte sich im vorletzten Jahr seiner erstklassigen Karriere zum zweiten Mal in Folge zuoberst auf dem Skorerpodium ein.

Der FCB reihte einen Höhepunkt an den nächsten. Und als er nach der Sommerpause in eine temporäre Krise abglitt, reagierte das Management rasch und professionell. Präsident Bernhard Heusler trennte sich in einer staatsmännischen Form und mit Anstand von Vogel. Mit dem Engagement von Murat Yakin leitete er den Aufschwung über Nacht wieder ein. (sda)