Jetzt ist es fix!
FC Basel trennt sich per sofort von Trainer Paulo Sousa

Der FC Basel trennt sich per sofort von Trainer Paulo Sousa. Das gab der Verein in einer Medienmitteilung bekannt.

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Paulo Sousa und der FC Basel gehen getrennte Wege.

Paulo Sousa und der FC Basel gehen getrennte Wege.

KEYSTONE

Der FC Basel und sein bisheriger Cheftrainer Paulo Sousa gehen nach nur einer Saison getrennte Wege. Der bis 2017 datierte Vertrag wurde einvernehmlich aufgelöst.

Für Sousa ist damit der Weg frei, um beim Serie-A-Klub Fiorentina den vakanten Trainerposten zu übernehmen. Der Schweizer Meister kündete an, den Nachfolger für den Portugiesen noch in dieser Woche zu präsentieren. Zum engeren Kandidatenkreis zählt unter anderen Thomas Schaaf, der unlängst trotz respektablem Erfolg bei Eintracht Frankfurt zurückgetreten war und in diesen Tagen in Basel gesichtet wurde.

Paulo Sousa (44) ist derweil der Wunschtrainer der Fiorentina. Die Verantwortlichen des toskanischen Serie-A-Vereins um Klubeigentümer Andrea Della Valle sollen schon länger mit Sousa einig sein. Es wird erwartet, dass Sousa heute Donnerstag in Florenz einen Zweijahresvertrag unterschreibt.

In einer Medienmitteilung von Basel wird betont, dass der Klub und Sousa die letzten Tage und Wochen genutzt hätten, um die weitere Zusammenarbeit zu überdenken. Dabei kam man zum Schluss, dass es angesichts "bestehender Meinungsdifferenzen in wichtigen Punkten" im Interesse des Klubs, aber auch des Trainers sei, auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit in der Saison 2015/16 zu verzichten.

Diese Entwicklung sei vom Klub nach der sportlich sehr erfolgreichen Saison nicht gewünscht und schon gar nicht forciert worden. Es habe nun für den Klub Priorität, den neuen Cheftrainer vor Trainingsbeginn am 22. Juni präsentieren zu können. Das ist wichtig sowohl für die bisherigen als auch die neu verpflichteten Spieler, aber auch für die Kandidaten, über deren Verpflichtung der FCB nachdenkt.

Paulo Sousa habe mit "akribischer und zielorientierter" Arbeit sowie einer unbeirrbaren Konsequenz die sportlichen Ziele des Klubs in seiner Saison am Rheinknie weitgehend erreicht (Achtelfinal in der Champions League, sechster Meistertitel in Folge). (nch/sda)

Die Medienmitteilung des FC Basel im Wortlaut:

«Der FC Basel 1893 und sein bisheriger Cheftrainer Paulo Sousa haben am 17. Juni 2015 trotz des bis 2017 terminierten Vertrages eine einvernehmliche Trennung mit sofortiger Wirkung beschlossen. Den Nachfolger wird der FCB möglichst bald, sicher aber noch in der laufenden Woche, präsentieren.

Die Clubleitung des FC Basel 1893 und der bisherige Cheftrainer Paulo Sousa haben die letzten Tage und Wochen genutzt, um die weitere Zusammenarbeit zu überdenken. Dabei kam man zum Schluss, dass es angesichts bestehender Meinungsdifferenzen in wichtigen Punkten im Interesse des Clubs, aber auch des Trainers ist, auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit in der Saison 2015/16 zu verzichten.

Diese Entwicklung war vom FCB nach der sportlich sehr erfolgreichen vergangenen Saison nicht gewünscht und schon gar nicht forciert worden. Vielmehr ist die jetzt gefällte Entscheidung einer sofortigen Auflösung des Arbeitsvertrages ein weiteres Beispiel einer Dynamik, wie sie im modernen Fussball kein Einzelfall ist, womit der FCB genauso umgehen muss wie viele andere Fussballclubs.

Es hat nun für den FCB Priorität, den neuen Cheftrainer vor dem Trainingsbeginn am 22. Juni 2015 präsentieren zu können und damit auch den bisherigen und den neuen Spielern, die bereits verpflichtet wurden, oder den Kandidaten, über deren Verpflichtung der FCB nachdenkt, Klarheit in der Trainerfrage zu ermöglichen. Das ist für jeden Fussballer in seiner Karrierenplanung eine zentrale Voraussetzung.

Dieses Ziel wird der FCB erreichen, nachdem jetzt definitiv klar ist, dass sowohl der Club wie der bisherige Cheftrainer ab jetzt uneingeschränkte Handlungsfreiheit haben. Eine Kommunikation zur Wahl des Nachfolgers von Sousa sowie zur Zukunft der derzeitigen Assistenztrainer wird demzufolge zeitnah erfolgen.

Paulo Sousa hat in seinen zwölf Basler Monaten mit seinem akribischen und zielorientierten Arbeiten und einer unbeirrbaren Konsequenz wichtige Voraussetzungen, die der FCB bei der seinerzeitigen Verpflichtung vorgegeben hatte, erfüllt und die sportlichen Ziele des Clubs weitgehend erreicht.

Mit dem Gewinn des sechsten Meisterschaftstitels in Folge sowie der Qualifikationen für die Achtelfinals in der UEFA Champions League und für den Würth Cupfinal 2015 war Paulo Sousa nämlich in hohem Mass mitverantwortlich, dass der FCB auf eine abermals sehr erfolgreiche Saison zurückblicken kann.»

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