Seit geraumer Zeit habe sich der FC Basel bereits um den jungen Ägypter Mohamed Salah bemüht, wie der Club mitteilte. Nach mehrwöchiger Verhandlung konnte dies am Ostermontag, 9. April und am 10. April, getan werden, heisst es weiter.

Der Offensivspieler, der als grosses Talent in seinem Heimatland gilt, wechselt per 15. Juni 2012 - exakt an seinem 20. Geburtstag - von seinem bisherigen Club, den Arab Contractors S.C., zum FCB.

Salah einigte sich mit dem amtierenden Schweizer Meister auf einen Vierjahresvertrag.

Der Ägypter gilt als echter Allrounder und kann im Offensivbereich auf jeder Position eingesetzt werden. Sei es auf einem der beiden Flügel, als Angreifer hinter der Sturmspitze oder als Stürmer, er machte bei seinem bisherigen Club immer eine gute Figur.

Mohammed Salahs erstes Tor für Ägypten

Mohammed Salahs erstes Tor für Ägypten

Würdiger Shaqiri-Ersatz

In der laufenden ägyptischen Meisterschaft gelangen Salah sieben Tore und drei Assists in nur 15 Spielen, bevor der Wettbewerb wegen der Ausschreitungen im Stadion von Port Said Anfang Februar 2012 abgebrochen wurde.

Auch in der Nationalmannschaft konnte die Offensivkraft brillieren. In sechs Spielen brachte er den Ball dreimal im gegnerischen Tor unter.

Dem FC Basel stach Salah im Sommer 2011 an der U20-Weltmeisterschaft in Kolumbien ins Auge. Danach hat der FCB sofort sein Interesse bekundet und den Linksfuss nicht mehr aus den Augen gelassen.

Nach dem einwöchigen Probetraining im vergangenen März und dem immer lauter werdenden Wunsch eines Wechsels des Spielers selbst, schien der Transfer nur noch Formsache.

Salah ist der Nachfolger von Shaqiri. „Er ist ein Linksfuss, kann auf beiden Seiten sowie zentral spielen. Aber auch als Stürmer hat er seine Qualitäten", so Basel-Sportkoordinator Georg Heitz zum ersten Transfer im Hinblick auf die Saison 2012/13. Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich weitere europäische Vereine, wie Espanyol Barcelona, um Salah bemühten.

Kein Angebot für Xhaka

Eine weitere Personalie ist Granit Xhaka. Und auch hier wird Heitz deutlich: „Borussia Mönchengladbach hat nicht einmal eine vage Offerte unterbreitet. Somit ist der Wechsel zu den Deutschen nichts anderes als ein Gerücht", so der Oberwiler.

In der Tat wird der Bundesligist bestimmen, sondern der FC Basel die Ablösesumme diktieren. Selbst ein Bleiben des Mittelfeldspielers ist nicht auszuschliessen, denn der Internationale gibt zwischen den Zeilen zu verstehen, dass „ein Wechsel in eine grosse Liga nicht zwingend in diesem Sommer passieren muss".

Und sollte Xhaka doch gehen, sind bereits potenzielle Nachfolger „erfasst". Denn die rot-blaue „Kriegskasse" ist prall gefüllt. Zustände, von dem die anderen Schweizer Klubs nur träumen können.

(agt/zam/Georges Küng)