Es war der 11. August, der 5. Spieltag der diesjährigen Saison der Axpo Super League. Bereits nach sieben Minuten konnte Marco Streller zum 1:0 für seinen FCB gegen den FC Zürich einnetzen. Am Ende stand es aber 2:1 zu Gunsten der Zürcher. Es war die einzige Niederlage, welche die Bebbi in der laufenden Meisterschaft bislang hinnehmen mussten.

Nun geht es am Sonntag erneut gegen den ewigen Rivalen aus Zürich. Der FCZ, momentan auf dem siebten Rang der Tabelle, empfängt den Meister im heimischen Letzigrund. «Gegen jede andere Mannschaft muss der FCZ gewinnen, gegen uns dürfen sie gewinnen» erklärt Murat Yakin, Trainer der Basler, die Aufgabe der Zürcher.

Bei den Baslern selbst sieht die Lage momentan ganz anderst aus: Nach dem unglücklichen Unentschieden in Bukarest und den Unruhen um den Knatsch zwischen Yakin und Streller gibt es für den FCB nur eine Möglichkeit: die Bebbi müssen gewinnen.

Personell kann Yakin dabei fast aus dem Vollen schöpfen: abgesehen vom verletzten Behrang Safari (Muskelbündelriss, d. Red.) und dem gesperrten Giovanni Sio stehen Yakin alle Spieler zur Verfügung. Wer den langzeitverletzten Safari ersetzen soll, wollte Yakin noch nicht beantworten. «Wir haben mit Ajeti, Xhaka und Degen drei gute Optionen. Wer spielen wird, entscheidet sich im morgigen Abschlusstraining» so Yakin.

Urs Meier hingegen hat vor allem auf einer Position ein Problem: Nachdem Goalie Da Costa bei der Klatsche gegen Aarau (der FCZ verlor 1:5, d. Red.) vom letzten Wochenende vom Platz flog und noch gesperrt ist, wird Andres Malloth wohl seine erst zweite Partie in der höchsten Spielklasse bestreiten. Doch Yakin weiss: «Sie haben gegen uns nichts zu verlieren und verfügen über ausgezeichnete Einzelspieler, die ein Spiel den Unterschied machen können».

Yakin erwartet einen FCZ, der sehr tief stehen und aggressiv verteidigen wird denn «so spielen sie am liebsten gegen uns». Für die Bebbi gilt es, dagegen zu halten und die Torchancen, welche man gegen Steaua Bukarest noch fahrlässig vergeben hatte, eiskalt auszunützen.

Als Belohnung an die Herbstmesse?

Sollte Rot-Blau gewinnen und somit die Tabellenführung festigen, würde sich ein gemeinsamer Bummel an der Basler Herbstmesse bestens anbieten. «Ein Team-Ausflug ist nicht geplant. Aber den einen oder anderen Spieler wird man bestimmt in den kommenden zwei Wochen an der Messe antreffen» sagt Yakin und fügt grinsend an: «Mich zieht es immer zu den Raclette-Ständen. Und wenn die Verdauung mitmacht gehe ich dann noch auf die eine oder andere Bahn.»