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FCB-Captain Marco Streller: «Die zweite Halbzeit war katastrophal»

Captain Streller (ganz rechts) war mit der zweiten Halbzeit alles andere als zufrieden.

Captain Streller (ganz rechts) war mit der zweiten Halbzeit alles andere als zufrieden.

Marco Streller war mit der Leistung in der zweiten Halbzeit alles andere als zufrieden. Eine so routinierte Mannschaft dürfe den Faden nach der Halbzeit nicht so verlieren. Für Trainer Murat Yakin ist der 1:0-Heimsieg eine gute Ausgangslage.

Marco Streller stand die Zornesröte im Gesicht. Trotz des 1:0-Siegs über den israelischen Meister war er wütend. «Wir haben eine sehr gute, ja sensationelle, erste Halbzeit geliefert, und dann verlieren wir total den Faden», sagte der Captain. «Das darf einer so erfahrenen Mannschaft nicht passieren.»

Der Stürmer zeigte sich vor allem darüber enttäuscht, dass sein Team in der zweiten Halbzeit nicht mehr genug investiert habe. «Wir haben die Positionen nicht mehr gehalten und zu ungenau gespielt», sagte Streller. «Die zweite Halbzeit war katastrophal.» Weshalb, sei ihm jedoch ein Rätsel und müsse intern besprochen werden.

«Allerdings», sagte Streller auch, dass die Mannschaft erfahren genug sei, in einer Woche im Hexenkessel von Tel Aviv zu bestehen. «Dann müssen wir einen kühlen Kopf bewahren. Das Positive ist, dass wir dem Gegner kein Auswärtstor zugestanden haben.»

Bei Weitem nicht so hart ins Gericht mit seiner Mannschaft gehen wie sein Spielführer mochte Murat Yakin. «Nein, unsere Leistung nach der Pause war nicht katastrophal», sagte der Trainer. «Natürlich hat mir die Phase, als der Gegner einen Lattenschuss zu verzeichnen hatte, auch nicht gefallen», sagte Yakin, «aber man sollte nicht übersehen, dass wir in der ersten Halbzeit sehr viel Kraft gebraucht und drei Tage zuvor noch gespielt hatten. Leider hat etwas die Effizienz gefehlt.»

Auch sein Gegenüber, Paulo Sousa, erwartet im Rückspiel von seiner Mannschaft mehr Entschlossenheit. «Ich hatte das Gefühl, einige meiner Spieler haben vor der Pause zu viel Respekt gehabt», sagte der Trainer von Maccabi.

Für Murat Yakin bedeutet dieser 1:0-Sieg eine gute Ausgangslage. In einem Heimspiel kein Gegentor zu kassieren, ist immer gut. «Es kann aber sein, dass es in Israel einen heissen Tanz gibt», sagte Yakin. «Ich bin jedoch überzeugt, dass wir in der Lage sind, auch auswärts ein Tor zu schiessen.»

Die Auswechslung von Aufbauer Marcelo Diaz, die bei dem einen oder anderen im St. Jakob-Park für Verwunderung gesorgt hatte, begründete Yakin damit, dass dem Chilenen nach der Pause zwei, drei Fehlpässe unterlaufen seien und er mit Taulant Xhaka eine frische Kraft gebracht habe, um wieder für mehr Stabilität zu sorgen. Der Basler Trainer lobte dafür seine beiden jungen Innenverteidiger Fabian Schär und Arlind Ajeti. «Beide haben ihre Sache gut gemacht.»

Schade, sagte Ajeti, «dass wir in der zweiten Halbzeit zu viele Eigenfehler begangen haben. Vor dem Wechsel haben wir sehr gut gespielt.» Mehr als der Treffer durch Valentin Stocker war dem FCB indes nicht gelungen. Und am Samstag, beim schweren Auswärtsspiel in St. Gallen, müssen die Basler dann auf den Torschützen verzichten. Dieser ist nach seiner Tätlichkeit gegen den Lausanner Abdel Chakhsi für zwei Ligaspiele gesperrt worden ist. Der Verteidiger indes wurde trotz seines rüden Fouls freigesprochen.

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