Beim mässigen Auftritt der Basler am vergangenen Wochenende in Zürich gegen die Grasshoppers (2:2) brachte Sommer vor allem in der zweiten Halbzeit mit sicher runtergepflückten Flanken und einer wichtigen Parade nach einem Weitschuss ein wenig Ruhe in den Defensivverbund. Auch in Norwegen beim aktuellen Landesmeister Molde FK ist Sommers Coolness wieder gefragt. Denn der Gegner, trainiert vom ehemaligen Manchester-Star Ole Gunnar Solskjaer, definiert seine Spielanlage grossenteils über stehende Bälle und den Körpereinsatz. Sommer und der FC Basel wollen sich im morgigen Hinspiel (19 Uhr, live auf Telebasel) der dritten Champions-League-Qualifikationsrunde eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in einer Woche schaffen.

Vor dem Einstieg ins Flugzeug haben wir mit Yann Sommer gesprochen.

Yann Sommer, was erwartet den FC Basel in Molde?

Sommer: Ein schönes Stadion und kühles Wetter, wie ich eben erfahren habe.

Und was für ein Gegner?

Sommer: Bestimmt ein physisch sehr starker. Skandinavische Teams sind bekannt für ihr körperbetontes Spiel. Es wird bestimmt ein schwierigeres Spiel als noch in Tallinn vor zwei Wochen.

Wie hat euch das Trainerteam um Heiko Vogel auf Molde FK vorbereitet?

Wir haben uns einige Videos vom Gegner angeschaut. Molde ist stark auf stehende Bälle, da müssen wir sehr konzentriert sein. Jedenfalls konzentrierter als noch gegen die Grasshoppers.

Was war in Ihren Augen die Hauptursache dafür, dass es in Zürich nicht wunschgemäss lief?

Wie gesagt, wir waren einfach nicht konzentriert genug. Nicht nur bei stehenden Bällen, sondern in allen Situationen.

Schätzen Sie Molde stärker, schwächer oder etwa gleich wie GC ein?

Da will ich mich nicht festlegen. Sicher ist nur, dass wir zu hundert Prozent bereit sein müssen. Eine Schwäche erträgt es nicht. Wir, jedenfalls wir Spieler, kennen Molde nicht bis ins kleinste Detail. Wir sind der FC Basel und standen letzte Saison im Champions-League-Achtelfinal, müssen also den Anspruch haben, uns gegen einen Gegner wie Molde durchzusetzen.

Zurzeit spielt der FCB im englischen Rhythmus, also alle drei, vier Tage steht ein Match an. Vorteil oder Nachteil?

Zum jetzigen, frühen Zeitpunkt der Saison ist das sicher noch ein Vorteil. Wir haben viele neue Spieler bei uns, und die können sich umso besser integrieren, wenn wir oft spielen. Auch gut ist, dass wir morgen sofort eine Reaktion auf das GC-Spiel zeigen können.

Wie gehen Sie persönlich mit dem strengen Programm um?

Mir macht es nichts aus, als Goalie läuft man ja nicht so viel (lacht). Ich bin es mir gewöhnt von letzter Saison, als wir auch lange die Doppelbelastung hatten.