Es lief schon die Schlussphase in einem ereignisarmen Spiel. Plötzlich stürmten FCB-Fans den Rasen. Sie taten dies friedlich und verabschiedeten den FCB-Präsidenten Bernhard Heusler mit einem Transparent. «Chapeau Bärni» stand darauf.

Platzsturm: Die Muttenzerkurve mit ihrer etwas anderen Abschiedschoreo für Bernhard Heusler.

Platzsturm: Die Muttenzerkurve mit ihrer etwas anderen Abschiedschoreo für Bernhard Heusler.

Die Szene ereignete sich im letzten Saisonspiel gegen den FC St. Gallen.

Die Aktion dauerte nur wenige Minuten. Dennoch war klar, dass die Liga den Vorfall büssen wird. Am Montag gab sie das Verdikt bekannt: Eine Geldbusse in der Höhe von 15'000 Franken. Damit hatte die Swiss Football League Milde walten lassen, ihr zufolge hatte sie die «Umstände» in die Beurteilung einfliessen lassen.

Es ist ein Betrag, den der FC Basel aus der Portokasse bezahlen könnte. 132 Millionen betrug der Umsatz im vergangenen Jahr – ein Rekord. Dennoch wollen die Fans ihren Teil dazu beisteuern. Mittels Crowdfunding versuchen sie, das nötige Geld für die Busse zusammenzukriegen. Bislang allerdings ist ihr Bestreben noch nicht von allzu viel Erfolg verwöhnt.

Update: Offenbar haben sich auch direkt beim Club viele Fans gemeldet, welche etwas an die Unkosten beisteuern wollen. Der FC Basel sah sich deshalb dazu veranlasst, Stellung zu nehmen. Auf Facebook dankt der Club für die Unterstützung, macht aber auch deutlich, dass er kein Geld annehmen wolle.