Der Traum war Real Madrid – die Realität in der Gruppe E heisst nun Chelsea, Schalke 04 und Steaua Bukarest. Eine schöne Realität.

Für den FC Basel ist gestern Abend in Monaco so etwas wie der Optimalfall eingetreten: Mit den Londonern und Bundesligist Schalke sind da zwei zugkräftige Gegner, die den St. Jakob-Park bis auf den letzten Platz füllen werden und dem Klub in vier Partien die Aufmerksamkeit einer breiten Masse sichern. Gleichzeitig sind die Chancen intakt, hinter Gruppenfavorit Chelsea Platz zwei und somit die Achtelfinals zu erreichen.

«Das ist eine Gruppe, die richtig Lust macht auf die Champions League», sagt Bernhard Heusler. Den Präsidenten des FC Basel freut es vor allem, mit Schalke 04 einen Klub aus der Bundesliga zugelost bekommen zu haben, der nicht Bayern München heisst.

In den zwei Partien gegen Schalke könnte eine Geschichte geschrieben werden, die in ihrer Art im Fussball zwar dutzendfach vorkommt, jedoch jedes Mal aufs Neue wieder die Schlagzeilen beherrscht. Vorausgesetzt, Valentin Stocker wechselt in den nächsten Tagen zu den «Knappen» und trifft mit seinen neuen auf die alten Teamkollegen. Was dagegen spricht: Auch bis gestern Abend lag dem FCB kein konkretes Angebot aus Gelsenkirchen vor.

Hingegen, so Heusler, seien in den letzten Tagen Offerten für andere Spieler des FCB eingetroffen. Für wen, behält der Präsident für sich. Grosse Mutationen bis zum Ende des Transferfensters erwartet er jedoch keine mehr, denn: «Wir sind in der glücklichen Lage, bei Angeboten Nein zu sagen.»

Yakins Vorfreude auf Mourinho

Zurück zur Auslosung: «Wir visieren den zweiten Rang an, das ist kein Ding der Unmöglichkeit», gibt Trainer Murat Yakin das Ziel vor. Er habe gehofft, aus Topf 1 und 2 Teams aus England und Deutschland zu erwischen.

Eine Wundertüte ist der rumänische Meister aus Bukarest, gegen den der FCB noch kein Pflichtspiel ausgetragen hat. Die Erinnerungen an Duelle gegen rumänische Vertreter sind durchzogen: Gegen CFR Cluj und Otelul Galati ging Basel von 2010 bis 2012 drei Mal als Sieger, drei Mal als Verlierer vom Platz.

Viel präsenter sind da den Fans die Zusammentreffen mit Chelsea. Nur 17 Wochen sind vergangen, als der bemerkenswerte Lauf des FCB durch die K.-o.-Phase der Europa League am 2. Mai und mit einem 1:3 im Stadion Stamford Bridge (Hinspiel 1:2) endete. «Mit den Londonern haben wir noch eine Rechnung offen», sagt Fabian Frei rückblickend auf den verlorenen Halbfinal.

Für Yakin liegt der Reiz in den Partien gegen Chelsea vor allem darin, sich mit einem ganz Speziellen seiner Berufsgilde zu messen. «Gegen eine Mannschaft anzutreten, die von José Mourinho trainiert wird, ist sehr interessant», sagt er.