«De kasch es drülle wie de wotsch, do kasch eifach kaine bruuche wie in Züri, wo usseeht wiene Dotsch.» Dieser Vers aus der Lobrede von Obersperber Peter Blome war Bernhard Heusler dann doch ein bisschen peinlich. Ein Grinsen konnte sich der Präsident des FC Basel aber nicht verkneifen, an diesem milden Freitagabend vor dem Hotel Basel. Schliesslich wurde er soeben zum Ehrespalebärglemer erkoren und tout Bâle wohnte dem Anlass bei. Wobei die Politikerdichte für einmal sehr gering war. Nicht einmal das Viererticket tauchte auf.

Dafür jede Menge (ex)-Fussballer. Darunter mit Alex Frei, den Heusler als Laudator aufbot, der einstige Torgarant des FCB. Frei zeigte in seiner Rede während des anschliessenden Diners, dass er auch verbal den freien Raum nutzen und ins Schwarze treffen kann. Die Auszeichnung — eine in den Boden des Spalenbergs eingelassene Platte — sei sinnbildlich. «Leute laufen drüber, Kaugummis werden draufgespuckt». Doch der Mann, den sie ehre, sei ganz oben. Dieser Titel sei die höchste Auszeichnung, die man in der Region erhalten könne, sagte Frei. Heusler, auf die Ehrung angesprochen, verwies auf das Team, das diesen Preis verdient habe. Er sei nur das Symbol des gemeinsamen Erfolgs. Oder wie es Blome formulierte: «Und weiss Gott, si Team isch e veritable dream. Ob Wertmüller, Knup, Heitz oder Kamm, e Supertruppe, effizient und stramm.»

Heusler ist der 39. Träger des Preises, der seit 1976 vergeben wird. Von Alfred Rasser, über Jean Tinguely, Minu und Roger Federer wurden stets Basler (und Baselbieter) Persönlichkeiten ausgezeichnet, deren Strahlkraft weit über die Region hinausleuchteten. Genau das ist die Absicht des Sperber-Kollegiums, das anlässlich der Einweihung des Hotel Basel gegründet worden war.